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Japanisches Weltraumprojekt startet Satelliten für ersten künstlichen Sternschnuppen-Schauer

Ein japanisches Weltraumunternehmen sagte am Donnerstag, dass es nächsten Monat einen kleinen Satelliten ins All schickt, der den weltweit ersten künstlichen Sternschnuppen-Schauer hervorbringt. Dieser soll im Frühjahr 2020 über Hiroshima und die angrenzenden Gebiete niedergehen.

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Die in Tokyo ansässige ALE Co. hat die sogenannte Shooting Star Technologie als Unterhaltungsprojekt entwickelt. Am 17. Januar startet eine Rakete der Japan Aerospace Exploration Agency, auf der ein kleiner Satellit mit 400 Metallteilen mit ins All fliegt.

Der etwa 60 Zentimeter breite und 80 Zentimeter hohe Minisatellit wiegt rund 65 Kilogramm. Auf einer Höhe von 400 Kilometern klingt er sich von der Rakete ab und sinkt dann wieder bis auf 100 Kilometer hinab. Dann lässt er bis zu 20 winzige Metallkugeln fallen.

Die ein Zentimeter großen Kugeln verglühen vollständig in der Atmosphäre, so die Planung des Unternehmens. Um die Kugeln in die richtige Richtung zu schicken, ist der Satellit zusätzlich mit drei Positionssensoren ausgestattet.

Die künstlichen Sternschnuppen sollen in einem Umkreis von 200 Kilometern zu sehen sein. Als erstes Zielgebiet wählte ALE die Küstenregion in der Präfektur Hiroshima entlang des Seto-Binnenmeers, da dort das Wetter in der Regel besser und berechenbarer ist als in anderen Regionen Japans.

Sternschnuppen Verantwortliche
Bild: ALE Co.
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Lena Okajima, Chefin von ALE, hofft, dass das Sternschnuppen-Projekt ihrer Firma der Grundlagenforschung dient und vielen Menschen Freude bereitet. Nach Angaben des Unternehmens bleibt der Satellit insgesamt zwei Jahre im Orbit.

Aktuell entwickelt das Unternehmen einen zweiten Satelliten, der Anfang nächsten Jahres fertig wird und im Sommer die Reise ins Weltall antritt. Die Unterhaltungsfirma arbeitete mit Forschern an verschiedenen japanischen Universitäten und mit Sponsoren zusammen, darunter bekannte Firmen wie die Convenience Store-Kette FamilyMart und die Japan Airlines.

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