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Abseits des YouTube-Einheitsbreis

Japans VTuber sind mittlerweile die größten YouTube-Stars im Land

Virtuelle YouTuber sind Stars in Japan und kein anderer YouTuber im Land kommt auch nur ansatzweise an die Abonnenten-Zahlen dieser Figuren heran.

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Kizuna Ai ist die beliebteste YouTuberin in Japan und die einflussreichste Influencerin des Landes. Dementsprechend hat sich auch ein großer Werbemarkt um sie herum gebildet.

Millionen Menschen folgen Kizunas Social-Media-Kanälen und das führte dazu, dass immer mehr virtuelle YouTube in Japan das Licht der Welt erblicken. Mittlerweile hat sich eine große Industrie entwickelt.

VTuber – eine neue Art von YouTube-Stars

Japan hat eine neue Art von YouTube-Stars erfunden, die zu gleichen Teilen aus einem digitalen Avatar und interaktivem Anime bestehen. Diese virtuellen Stars können es auch mit dem westlichen Einheitsbrei wie PewDiePie oder dem in Deutschland erfolgreichen Leon Machère aufnehmen.

„Was VTuber von normalen Anime-Charakteren unterscheidet, ist, dass man glauben kann, dass sie tatsächlich existieren“, so Takeshi Osaka, Gründer von Activ8 Inc., dem Unternehmen hinter Kinzuna AI. „Diese Präsenz ist ein wichtiger Teil dessen, was sie so attraktiv macht.“

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Active8 greift dabei nicht auf arbeitsintensive und zeitaufwendige Animationen zurück, da sie nicht für YouTube-Videos, die in regelmäßigen kurzen Abständen erscheinen, geeignet ist. Kizuna Ai wird mit Motion-Capture erstellt.

Die Technologie ermöglicht es auch, dass Kizuna auf Veranstaltungen mit den Fans interagiert und im TV Live-Interviews geben kann.

Während Activ8 keine technischen Details nennt, ist das Produkt eine nahezu zeitlose Kombination aus lebensechten Bewegungen, Gesten und Mimik, die dafür sorgen, dass Kazuna nicht wie eine einfache animierte Figur wirkt.

„Die Innovation besteht darin, wie Active8 Echtzeit-3D-Computergrafiken, Bewegungserfassung und Video-Streaming-Sites wie YouTube kombinieren, um wechselseitige Interaktionen mit dem Publikum zu ermöglichen“, so Eiji Araki, Senior Vice Präsident bei Gree Inc.

Das erste Video von Kizuna AI erschien im Dezember 2016 auf YouTube. Seitdem kamen immer mehr VTuber dazu.

Vtuber finden fruchtbaren Boden in Japan

Dabei ist es natürlich kein Zufall, dass VTuber einen fruchtbaren Boden in Japan gefunden haben. In Japan ziehen animierte Figuren schon lange die Menschen in ihren Bann. Alleine Hatsune Miku schafft es, Millionen Menschen um sich herum zu versammeln.

Mittlerweile gibt es auch Ambitionen, die VTuber in die westliche Welt zu bringen, auch wenn das internationale Publikum fotorealistische Charaktere bevorzugt. Diese sind schwieriger zu erstellen und zu animieren, als ihre japanischen Kollegen, die auf den Anime-Look setzten.

Da es mittlerweile über 9.000 VTuber-Kanäle gibt und viele davon auch internationale Fans haben, könnte dieser Schritt ein lohnendes Geschäft sein. Überhaupt: Anime mag eigentlich jeder.

Außerdem ist auch in Deutschland das YouTube-Publikum jung und wenn ein „Luca“ als Werbegesicht für eine Pizza herhalten kann, dann kann eine Kizuna AI das schon lange. Der Vorteil wäre wahrscheinlich, dass sie keine Starallüren hat wie einige unserer „YouTube-Stars“. Und unerfahren ist Kizuna nicht, sie ist in Japan ein gefragtes Werbegesicht. Nissin oder auch ein Augentropfenhersteller greifen gerne auf das virtuelle Idol zurück.

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Für den internationalen Markt müssen Inhalte angepasst, aber nicht verdünnt werden

Allerdings muss natürlich die Art der Inhalte so angepasst werden, dass sie auch die Geschmäcker des jeweiligen Landes treffen. Zwar sind Japan und japanische Inhalte weltweit sehr beliebt, was allerdings nur bedeutet, dass die Inhalte nicht zu sehr verdünnt werden müssen.

Aktuell gehen japanische VTuber-Anbieter den Weg des geringsten Widerstands und exportieren ihre Charaktere nach China, ein Markt der Anime liebt, aber unterversorgt ist. Anfang des Jahres führte Activ8 eine chinesische Version von Kizuna Ai ein. Bisher mit großem Erfolg. Bei Bilibili hat sie bereits 820.000 Follower.

Für Activ8 heißt das große Ziel allerdings Hollywood. Was Japans Spielehersteller mit Resident Evil, Pokémon und bald Sonic bereits geschafft haben, soll auch Kizune AI schaffen.

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