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Die junge Abgeordnete hat eine klare Meinung zur aktuellen Corona-Politik

Junge japanische Politikerin wirbt mit Abe-Masken-BH

Auch in Japan machen Politiker und Politikerinnen immer wieder auf sich aufmerksam. Vor allem für die Regionalwahlen investieren japanische Politiker viel Zeit und Energie, um sich zu präsentieren. Während vor allem ältere Politiker auf Standard-Kampagnen setzen, lässt sich die junge Generation außergewöhnliche Aktionen einfallen, um aufzufallen.

Die Standard-Version eines Wahlkampf-Plakats erinnert stark an die, die auch hierzulande vor den Wahlen überall zu finden sind. Die Politiker präsentieren sich vor der Kamera von ihrer Schokoladen-Seite, dazu gibt es einen kurzen einprägsamen Slogan und die entsprechende Partei darf natürlich nicht fehlen.

Junge Politikerin setzt auf Provokation

Kana Shindou kandidiert aktuell als Vertreterin der neuen Horiemon Partei für einen Sitz im Verwaltungsrat des Tokyoter Stadtteils Kita. Sie entschied sich für ein Werbe-Plakat, das sich von einer typischen Standard-Version extrem unterscheidet. Darauf trägt die junge Frau einen BH, den sie aus einer Abe-Maske machte. Diese Masken ließ die japanische Regierung während der Corona-Pandemie an alle japanischen Haushalte verteilen, weswegen die Masken die Bezeichnung Abe-Masken erhielten.

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Shindou erklärt in ihrem Slogan, dass sie sich für die Aufhebung der Corona-Beschränkungen einsetzen möchte, weswegen sie schon einmal die Abe-Maske zweckentfremdet, um ihre Position zu unterstreichen.

sexy Politikerin für Tokyo
sexy Politikerin sorgt für Kontroverse Bild: Kana Shindou

Kritik an der Politik Abes

Während eines kurzen Online-Interviews erklärte die junge Politikerin die Gedanken hinter ihrem provokativen Werbe-Plakat, das auch als Kritik an der aktuellen Politik Abes verstanden werden kann. Dabei erklärte die junge Frau, dass das Plakat natürlich mit Absicht so übertrieben gestaltet wurde, um aufzufallen. Für sie ist die Frage bedeutend, ob wirklich so viel Geld für Maßnahmen gegen die Pandemie und zur Abschwächung der Folgen ausgegeben werden müssen, oder ob es nicht reicht, einfach die Masken zu verteilen. Das Plakat soll als satirische Kritik an der aktuellen Corona-Politik verstanden werden.

Mit dem Plakat hat Shindou auf jeden Fall Aufmerksamkeit erregt. Aber sie bekommt auch viel Gegenwind gegen der Darstellung. Viele kritisieren das Bild als erniedrigend für Frauen, eine Behauptung, die die junge Politikerin aber entschiedend zurückweist. Sie erklärt, sie habe sich aus freiem Willen für diese Art der Darstellung entschieden und deswegen sei es keine Erniedrigung, weder für sie noch für Frauen im Allgemeinen.

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