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Roboter unterstützen Schüler und Lehrer

Künstliche Intelligenz zur Unterstützung des Englischunterrichts in Japan

Die Schulen in Japan versuchen, Wege zu finden, künstliche Intelligenz in den Schulen ein zu setzten. Die damit ausgestatteten Roboter sollen dann dabei helfen, die englische Sprache zu erlernen. Vor allem vor dem Hintergrund, dass Englisch ab dem Frühling 2020 in Grundschulen ein Pflichtfach ist, ist dieser Schritt für die Lehrer und Schüler sehr wichtig.

In der Stadt Toda, Saitama Präfektur, setzten Lehrer bereits kleine Roboter für den Englischunterricht ein. Sie haben ein niedliches Aussehen, mit ihren kurzen Beinen und Katzenohren, sodass die Kinder gerne mit ihnen interagieren. Ausgestattet sind sie natürlich mit künstlicher Intelligenz. In dieser Schule können die Schülerinnen und Schüler bereits sehr interaktiv englisch lernen. Dies liegt auch daran, dass die Stadt Toda bekannt für ihre Bemühungen zur Erleichterung des Englisch-Lernens ist.

Eine typische Interaktion mit einem solchen Roboter läuft in ähnlicher Weise, wie folgendes Gespräch ab: Ein Junge in der sechsten Klasse der Toda Daini Grundschule beginnt einen Satz auf Englisch und richtet sich damit an den kleinen Roboter auf seinem Tisch. „How was..“ sagt er auf Englisch und bricht ab, da er nicht weiterweiß. Der Roboter reagiert durch die künstliche Intelligenz, die ihm das Erkennen und Erlernen bestimmter Situationen ermöglicht, passend darauf. „Try again.“ Sagt er, ebenfalls auf Englisch. Der Junge überlegt kurz und ruft freudig „Ich habs!“ auf Japanisch, ehe er den Satz erneut versucht: „How was it?“ Sobald er den Satz korrekt ausgesprochen hat lobt ihn der Roboter.

Die Roboter waren eigentlich für den Gebrauch zu Hause gedacht

AKA Corp., die japanische Einheit der amerikanischen Entwickler des Musio X Roboters entwickelten diese eigentlich für den Einsatz im Haus oder in der Wohnung von Privatpersonen. Auch für das eigenständige lernen der Roboter dort ist die künstliche Intelligenz eingebaut worden. Nun erfüllt sie jedoch einen anderen Zweck. Denn es sind einige verschiedene Modi für das Üben von Beispielsätzen, aber auch für freie Konversationen auf verschiedenen Leveln einprogrammiert. Diese neue Art, sie ein zu setzten entstand erst später. 2016 wurden die ersten Roboter an einer Privatschule in Kyoto vorgestellt. Seitdem sind sie japanweit in 30 Schulen im Einsatz.

Viele Schüler und Studenten sind von diesem System und der Idee, künstliche Intelligenz ein zu setzten begeistert. Eine fühlten sich wohler dabei, mit dem Roboter zu sprechen, statt mit einem Lehrer. Anderen fiel das Üben der Aussprache dank der kleinen intelligenten Maschinen leichter. Genau das sollen sie ja auch bewirken. Eine Erleichterung des Lernens und Übens. Dafür wurden die Musio X Roboter testweise im letzten Jahr an mehreren Grund- und Junior high-Schulen eingeführt.

Doch nicht nur für die Schüler können die kleinen Roboter hilfreich sein. Auch die Lehrer sollen sie zukünftig unterstützen. Es ist geplant, dass sie Seminare und Übungen erhalten, bei denen sie ihre eigenen Fähigkeiten verbessern. Auch dabei soll die künstliche Intelligenz Erleichterung verschaffen. So hofft die japanische Regierung, die Bemühungen und Fertigkeiten sowie Fähigkeiten der Englischlehrer zu verbessern.

Künstliche Intelligenz steht mitten in der Veränderung der Pflichtfächer

Die Nutzung dieser Roboter soll Erleichterung verschaffen. Und dies ist ganz besonders wichtig vor dem Hintergrund der geplanten Änderungen in japanischen Schulen. Bislang war Englisch dort nämlich kein Pflichtfach. Doch nach und nach hat die Regierung Erweiterungen eingebaut, die nun in der Änderung von Englisch zum Pflichtfach gipfeln. 2011 machte sie Englisch verpflichtend für außerhalb des Lehrplans stattfindende Sprachaktivitäten der Fünft- und Sechstklässler. 2020 führt sie dann endgültig das Fach als Pflichtfach für Grundschüler ab dem dritten Schuljahr ein. Dabei ist auch die Rolle der Roboter mit künstlicher Intelligenz besonders im Fokus.

Denn die Roboter bieten noch weitere Vorteile. Sei können die Lehrer als Konversationspartner ersetzen und liefern den Schülern weiterhin passendes Feedback. Vor allem dafür ist die künstliche Intelligenz wichtig. So wird die Qualität und auch die Quantität der Aussprache jedes einzelnen Schülers erhöht. Denn wenn jeder, oder auch zwei gemeinsam, mit einem Roboter sprechen, erhält jeder gleich viel Feedback und Übung. Es ist nicht mehr von der Unterrichtsbeteiligung abhängig.

Quelle: KyodoNews

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