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LGBTQ: In Japan wächst das Bewusstsein

Mit der Zeit zeigt sich, dass die Akzeptanz mit dem wachsenden Bewusstsein und zunehmendem Wissen über LGBTQ in Japan wächst. Immer mehr Menschen interessieren sich für LGBTQ und auch immer mehr können sich als ein Teil davon identifizieren.

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Die Zahl der Menschen, die sich als LGBTQ-Personen identifizieren, steigt stetig an. Dieser Trend ist nicht nur in Japan, sondern in vielen anderen Ländern zu beobachten. Auch die Anzahl derer, die zumindest wissen, was LGBTQ bedeutet oder den Begriff schon einmal gehört haben, stieg an. Schon längst ist es kein unbekannter und gefürchteter Teil unseres Alltags mehr. Im Gegenteil, die LGBTQ-Gemeinschaft ist nicht nur in Deutschland, sondern auch in Japan immer mehr in den Vordergrund und in das allgemeine Bewusstsein gerückt. Durch die wachsende Aufmerksamkeit und viele zusätzliche Informationen wurde eine ganz neue Welt ermöglicht. Je besser, detaillierter und hilfreicher die Informationen wurden, desto mehr konnten sie den Menschen helfen. Auf der einen Seite denen, die sich vor sich selbst schämten, da sie eine falsche Wissensbasis hatten. Auf der anderen Seite war es jedoch auch hilfreich für die, die nicht verstehen konnten, was einige so „anders“ machte.

Dank dieser verbesserten Informationen wurde die Umgebung für alle, die sich als Teil der LGBTQ-Gemeinschaft fühlen, Stück für Stück besser. Denn in einer Gesellschaft, in der jede sexuelle Orientierung und Lebensweise, die von der „Norm“ abweicht, direkt als Krankheit oder „komisch“, „nicht normal“ oder sogar „ekelhaft“ abgestempelt wird, versucht jeder, einfach „normal“ zu sein. Wachsen aber das Bewusstsein und die Akzeptanz, so fangen mehr Menschen an, darüber nachzudenken, wie sie wirklich fühlen. Mehr Menschen trauen sich, sich selbst und vor anderen einzugestehen, dass sie „anders“ sind. Und damit wächst nicht nur das Wissen über andere sexuelle Orientierungen und Einstellungen, sondern auch die Zahl derer, die sich als LGBTQ-Individuen identifizieren.

Wachsendes Bewusstsein und steigende Akzeptanz, aber weiterhin auch Probleme in Japan

Die Tatsache, dass nicht nur das Wissen über LGBTQ, sondern auch die Akzeptanz steigt, zeigt die Zahl derer, die sich ein besseres Verständnis für die LGBTQ-Gemeinschaft wünschen. Viele gaben bei einer kürzlich durchgeführten Studie an, dass sie sich mehr Verständnis und Wissen wünschen. Sie wollten vor allem niemanden ungewollt verletzen oder beleidigen. Auch im Bezug auf gleichgeschlechtliche Ehen, die in einigen westlichen Ländern bereits anerkannt sind, sind viele Japaner nicht besonders abgeneigt. Leider ist es dennoch weiterhin schwierig, sich in der Gesellschaft zu outen. Viele der Personen, die sich der LGBTQ-Gemeinschaft zugehörig fühlen, erzählen oft für lange Zeit niemandem davon.

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Auch gibt es weiterhin diskriminierende Äußerungen gegen die LGBTQ-Gemeinschaft. Die jüngste Meldung eines solchen Vorfalls ist die Aussage von Politiker Katsuei Hirasawa. Er erklärte, „ein Land würde zusammenbrechen“, würde jeder der LGBTQ-Gemeinschaft angehören. Daraufhin erhielt er heftige Kritik und äußerte sich schnell erneut zu dem Thema. Nun gab er an, dass LGBTQ-Rechte geschützt werden müssen. Viele wünschen sich noch immer stärkeren rechtlichen Schutz für die LGBTQ-Gemeinschaft und alle Menschen, die sich ihr zugehörig fühlen. Denn weiterhin sorgen – wie in vielen anderen Ländern auch – rechtliche Grenzen dafür, dass diese Menschen eingeschränkt sind. Noch ist die rechtliche Ehe weiterhin auf heterosexuelle Paare beschränkt, auch wenn immer mehr lokale Regierungen Heiratsurkunden auch an LGBTQ-Paare verteilen.

  • Themen im Artikel:
  • LGBT
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