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Make-up bei älteren japanischen Männern immer beliebter

Make-up-Hersteller stellen sich auf männliche Kundschaft ein

Farbiger Lippenbalsam, Augenbrauenstifte und andere Make-up-Produkte stehen bei immer mehr japanischen Männern auf der Einkaufsliste.

Der Trend ist allerdings nicht nur bei jungen Männern zu finden, sondern Make-up ist beliebt bei Männern im Alter von 20 bis weit über 60.

Männer in Japan, die ihre Haut mit Pflegeprodukten pflegen werden, als Biyo Danshi oder Beauty Boys bezeichnet. Aber das Vorurteil, dass Make-up für Frauen gedacht ist, löst sich in Japan immer mehr auf, da sich die Männer immer mehr der Schönheit bewusst werden.

Kosmetikhersteller in Japan stellen sich auf den Make-up-Trend ein

Einige der größten japanischen Kosmetikhersteller scheinen zu glauben, dass das Zeitalter von „make danshi“ oder „makeup boys“ gekommen ist und bieten immer mehr Make-up für den Mann an.

Acro Inc., eine Tochtergesellschaft des Kosmetik-Riesen Pola Orbis, vertreibt unter den Markennamen „Fiveism x Three“ über 100 Produkte für den Mann. Darunter Lippenstifte, Farben für Nägel und Foundation Sticks.

Die Produkte sind allerdings nicht billig, die Preise liegen zwischen 2.000 und 6.000 Yen (ca. 16 und 49 Euro). In Osaka und Tokyo wurden bereits vier Fiveism x Three-Läden eröffnet.

Popup-Läden in vielen großen Städten

„Seit Anfang des Jahres achten viel mehr Männer auf ihr Äußeres und benutzen Make-up, um ihr Aussehen zu verbessern“, so Akira Gogo, Präsident von Acro. Und der Umsatz gibt dem Unternehmen recht, denn er hat sich im April bereits verdreifacht. Das Unternehmen plant Popup-Läden in großen Städten wie Nagoya und Sapporo um seinen Markt zu vergrößern.

Natürlich wollen auch ausländische Firmen ein Teil des Marktes sein. Das französische Modehaus Chanel, hat Anfang des Jahres eine Make-up-Linie namens „Boy de Chanel“ auf den Markt gebracht. „Foundation verkauft sich viel besser als erwartet“, sagte ein Sprecher des Unternehmens.

Shiseido Japan Co. hat ebenfalls reagiert und Hautcreme für Männer auf den Markt gebracht.

Woher kommt der Make-Up-Boom?

„Durch Sozial-Media-Plattformen wird viel Wert auf den persönlichen Auftritt gelegt“, so Professoirin Kaori Ishida von der Komazawa Women’s University. „Auch Männer in ihren Dreißigern und Vierzigern, die bereits an Hautpflege gewohnt sind, sind daran interessiert, den nächsten Schritt zu gehen. Gleichzeitig gibt es viel mehr weibliche Manager am Arbeitsplatz. Was auch ein Grund ist, viel mehr auf ein gepflegtes Aussehen zu achten.“

Männerkosmetik tauchte seit den 1980er Jahren mehrfach in der japanischen Popkultur auf, etwa als prominente Sportler sie in ihr Mode-Repertoire aufnahmen. Dies ist jedoch in der Regel nicht weiter gegangen als bis zur Hautpflege.

Immer mehr Männer in den Kosmetikabteilungen der Kaufhäuser

Einige Männer warten nicht auf ein Kosmetikgeschäft, nur damit sie in ihrer Stadt auftauchen. Seit dem vergangenen Jahr sind männliche Kunden am Kosmetikschalter für Frauen im Kaufhaus Takashimaya an der JR Nagoya Station immer häufiger anzutreffen. Viele von ihnen suchen offenbar nach „natürlichem Make-up“, um einen guten visuellen ersten Eindruck bei der Arbeitssuche oder bei der Arbeit zu hinterlassen.

Make-up bei Männern

Quellen: MA, AS, AN

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