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Makrobiotik – Was ist das ?

Makrobiotik ist eine Ernährungs- und Lebensweise, die ein gesundes und langes Leben fördern soll. Hauptbestandteile dieses Ernährungsstils sind Vollkorngetreide, frisches Gemüse und Algen.

Dabei sollten die Nahrungsmittel vorzugsweise aus der eigenen Region kommen und in der jeweiligen Saison gekauft werden. Ebenso sollten die Zutaten der makrobiotischen Kost so schonend wie möglich zubereitet werden, damit sich Aromen und Nährstoffe voll entfalten können.

Geschichte

Das Wort Makrobiotik stammt aus dem Alt-Griechischen und bedeutet soviel wie „langes Leben“. Der Begriff fand schon Erwähnung bei Hippokrates und Aristoteles. Damit bezeichneten sie Menschen, die sehr alt wurden und eine einfache Ernährungsweise bevorzugten.

Der japanischen Militärarzt Sagen Ishizuka (1850-1910) entwickelte eine Theorie, die traditionelle fernöstliche Philosophie mit westlichen Wissenschaften vereinen sollte. Ein langes und gesundes Leben war dabei die Zielsetzung. Er vermischte taoistische Lehren mit dem Wissen aus Medizin, Biologie und Chemie. Er veröffentlichte dazu zwei Hauptwerke, „Theorie der Langlebigkeit“ (1897) und „Ernährung zur Gesundheit“ (1898), die seine Ergebnisse beschreiben.

Im Jahr 1909 wurde dann die Shoku-Yo Bewegung (Heilung durch Essen) von seinen Anhängern gegründet. Diese besann sich auf eine Ernährung aus traditionellen japanischen Lebensmitteln und empfahl den Verzicht auf Milch und Fleisch.

Nachdem Sagen Ishizuka gestorben war, entwickelten seine Schüler diese Lehren immer weiter. Georges Ohsawa (1893-1966), der auch Präsident Shoku-Yo-Gemeinschaft war, belebte schließlich den Begriff Makrobiotik wieder und brachte seine Lehren auch nach Europa und den USA.

Moderne Makrobiotik

Nach Ohsawas Tod wurde die moderne Makrobiotik von seinen Schülern weiter entwickelt. Zum einen, um die Lehre den westlichen Lebensverhältnissen anzupassen. Zum anderen, um diverse Mangelerscheinungen auszugleichen, die immer wieder auftraten. Hinzu kam, dass viele der empfohlenen Lebensmittel gar nicht in Europa und den USA zur Verfügung standen.

Außerdem sollten im Sinne der Makrobiotik Lebensmittel auch saisonal und regional verwendet werden, daher wurden auch dahingehend die Empfehlungen angepasst.

Michio Kushi, ein Schüler Ohsawas, kam zu dem Ergebnis, dass die tägliche Nahrung eines Mitteleuropäers wie folgt aussehen sollte:

  • 50% Getreide: Reis, Hirse,Weizen, Mais, u.a. in verschiedenen Zubereitungen
  • 25% Gemüse überwiegend gedünstet, gekocht oder gebraten. Nur teilweise roh.
  • 13% pflanzliches Eiweiß: Algen, Bohnen, Linsen, Tofu, Seitan und Kichererbsen
  • 6% Getränke/Suppe
  • 6% Fisch und Desserts

Später wurde zusätzlich dazu empfohlen, hin und wieder seine Nahrung um Eier zu ergänzen, damit ein Vitamin B12-Mangel verhindert wird.

Ein einfaches makrobiotisches Rezept mit Linsen und Sojasoße findet ihr hier.

 

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