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Massagesalon in Kyoto bietet Kopfmassagen auf fahrenden Tatami-Betten an

Tatami, die traditionellen japanischen Schilfböden, sollen eine entspannende Wirkung haben. Die Verbindung zur Vergangenheit und das klassische Design bringen Ruhe in einen Raum und helfen bei der Entspannung.

Der in Kyoto ansässige Massagesalon Goku no Kimochi fand einen Weg, seine Massagen noch entspannender zu machen, indem er die Kunden einlädt, sich auf eine der klassischen Matten zu betten. Das Angebot, das eine entspannende Kopfmassage enthält, heißt „Tada no Tatami“, was übersetzt „Nur gewöhnlicher Tatami“ bedeutet.

Die meisten Besucher reagieren erst einmal überrascht, wenn sie bemerken, dass die Unterlagen mobil sind und sich mit einer Geschwindigkeit von circa vier Kilometern pro Stunde bewegen. Auch dieses Tempo erzeugt ein entspannendes Gefühl, so der Designer der schwebenden Matten.

 

Während eine erfahrene Masseurin den Stress aus den müden Muskeln der Kunden knetet, hat sie natürlich keine Hand frei, um die Tatami-Betten zu bewegen. Das muss sie allerdings auch nicht. Eine von der Kansai Electronic Power Company entwickelte selbstfahrende künstliche Intelligenz steuert die fahrenden Betten selbständig.

Um seinen speziellen Service anbieten zu können, erhielt Goku no Kimochi einige alte Tatami-Matten als Geschenk. Dazu gehören einige Matten, die zuvor im opulenten und historischen Heian-Schrein in Kyoto Verwendung fanden. Um die Tatami, deren Alter teilweise auf über 200 Jahre geschätzt wurde, für den alltäglichen Gebrauch wiederherzurichten, griff der Massagesalon auf die Hilfe von Fujii Tatami, einem traditionellen Tatami-Hersteller in Kyoto, zurück. Die Firma beschäftigt sich seit über 150 Jahren mit den japanischen Schilfmatten.

Historische Tatami MattenMit selbstfahrenden Fahrzeugen, die bisher noch nicht für den Straßenverkehr zugelassen sind, sucht Goku no Kimochi derzeit nach Partnern für sein Projekt. Themenparks, Touristen-Hotspots und Onsen sollen im Frühjahr ebenfalls den „Tada no Tatami“-Service anbieten können.

Der Gedanke, nach einem heißen Bad eine entspannende Massage zu genießen, klingt für viele gestresste Japaner himmlisch. Bis sich das Angebot allerdings durchgesetzt hat, bleibt den Leuten nur ein Besuch im historisch angehauchten Goku no Kimochi-Massagesalon, der eine Zweigstelle auch in Tokyo betreibt.

Quelle: PR Times

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