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Das Spendenziel wurde innerhalb kürzester Zeit überschritten

Menschen aus ganz Japan spenden fürs Ghibli-Museum in Mitaka

Während sich viele Fans bereits auf die Eröffnung des Ghibli-Themenparks freuen, bleibt auch das Museum in Mitaka für Liebhaber der animierten Kultgeschichten ein wichtiger Anlaufort. Wegen der Corona-Pandemie war die Einrichtung aber lange Zeit geschlossen, was für den Betrieb Folgen hatte.

Der Kopf hinter den meisten Anime des Studios, Hayao Miyazaki, hat das Museum entworfen und outet sich immer wieder als großer Fans des angeschlossenen Cafés. In dem kleinen Kino im Museum werden immer wieder exklusive Kurzfilme vorgestellt und das gesamte Design entführt die Besucher direkt in das Universum der verschiedenen Ghibli-Anime.

Ghibli-Museum seit Langem geschlossen

Wegen der Corona-Pandemie war das Museum lange Zeit geschlossen und geriet deswegen in finanzielle Schieflage, sodass zeitweise sogar der Fortbestand der Einrichtung infrage gestellt wurde. Deswegen meldeten sich immer mehr Fans, weil sie dem Museum helfen wollten. Die Stadt Mitaka, in der das Museum steht, fühlt sich ebenfalls sehr für die Fan-Kultstätte verantwortlich, deswegen kündigte sie eine Furusato-Steuer-Crowdfunding-Kampagne an, um wichtige anstehende Reparaturen vornehmen lassen zu können.

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Furusato-Steuern sind Spenden, die viele Japaner direkt mit ihrer Steuer abführen, die in der Regel bestimmten Städten zugutekommen. Da viele Menschen ihre Heimatstädte verlassen, um woanders zu arbeiten unterstützen die Menschen mit diesen Abgaben aber weiterhin ihre Heimatregionen. Als Dank für ihre Unterstützung erhalten die Spender dann kleine Präsente aus der jeweiligen Region.

Mitaka kündigte jetzt an, dass Furusato-Steuern direkt an die Tokuma Memorial Cultural Foundation for Animation, dem offiziellen Betreiber des Ghibli-Museums weitergeleitet werden. Innerhalb kürzester Zeit verbreitete sich die Meldung, sodass das Spendenziel von 100.000 Yen (etwa 770 Euro) innerhalb kürzester Zeit überschritten wurde, wobei die Gelder weiterhin fließen.

"Where a Film is Born"
„Where a Film is Born“ Bild: YouTube / Ghibli

Reserven sind langsam aufgebraucht

Das Ghibli-Museum ist für Besucher immer noch geschlossene. Ab Juli soll es langsam wieder für Menschen aus Mitaka geöffnet werden. Der finanzielle Verlust durch fehlende Eintrittsgelder ist aber enorm. Bisher wurden Reparaturen und Instandhaltungsmaßnahmen aus einem internen Reserve-Fonds finanziert, wobei bisher knapp 350 Millionen Yen (circa 2,7 Millionen Euro) ausgegeben wurden. Das Museum erklärte auf der Furusato-Seite, dass wegen der fehlenden Einnahmen die Reserve aufgebraucht ist und deswegen ein ordnungsgemäßer Betrieb in Zukunft schwer infrage gestellt wäre.

In Anbetracht der Tatsache, wie viele Menschen bisher für das Museum gespendet haben, scheint die Zukunft aber erst einmal gesichert zu sein. Jeder der mindestens 5.000 Yen (etwa 40 Euro) spendet, erhält dabei eine exklusive Dankeskarte.

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