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HomeNachrichten aus JapanLifestyleMikroschweine-Café in Tokyo unterstützt junge behinderte Menschen

Behinderte Schülerin sorgt für Sinneswandel

Mikroschweine-Café in Tokyo unterstützt junge behinderte Menschen

Für Menschen mit Behinderungen ist es in Japan nicht einfach, einen Platz in der Arbeitswelt zu finden. Ein Mikroschweine-Café in Akiruno, Tokyo, möchte ihnen deswegen helfen.

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Das Pignic Café ist eine Kooperation mit Yamaguchi Ya eingegangen. Die Einrichtung unterstützt die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung. Im Auftrag des Cafés sollen sie verschiedene Produkte herstellen, die dann im Pignic verkauft werden.

Praktikumstag verändert Denkweise des Cafés

Sein Engagement für Behinderte entwickelte das Café, nachdem sie einen Praktikumstag für eine Schülerin aus der Akiruno Special Education School veranstaltet hatten. Die Aushilfe war zu Beginn wie die Angestellten nervös, nachdem sie aber mit den Schweinen gespielt hatte, entwickelte sich der Tag für alle zu einem unvergesslichen Erlebnis.

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Die Schülerin lernte eine Menge über die Pflege der Mikroschweine und der Arbeit im Café. Mit Begeisterung erfüllte die Teenagerin die Arbeit mit Begeisterung und die Mitarbeiter lobten unter anderen für die Stempel, die sie auf die Kaffeebecher der Kunden machte.

Auch hatte die Schülerin keine Probleme mit dem iPad, das als Kasse benutzt wurde. Ältere Mitarbeiter hatten mit dem Tablet immer ein wenig ihre Schwierigkeiten. Am Ende war es für alle ein prägender Tag. Ein Lehrer der Schule teilte dem Café mit, dass die Teenagerin nun aufgeweckter und positiver bei der zukünftigen Jobsuche ist. Die Schülerin selbst schrieb Pignic einen Dankesbrief.

Praktika für alle

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Die Erfahrungen der Praktikantin berührten die Mitarbeiter und sie spürten, wie eine Barriere bei der Bindung sowie Arbeit mit Behinderten plötzlich verschwunden war. Sie verstanden, dass es am Ende egal ist, ob man mit einer Person mit Einschränkungen arbeitet. Der Brief der Schülerin hängt nun als Motivation am Kühlschrank.

Aufgrund der sehr positiven Erfahrung wurde entschieden, dass Pignic zum Wachstum der Gesellschaft beitragen soll und es werden nun allgemein Praktika für örtliche Mittelschüler angeboten. In Japan fangen nur langsam Unternehmen an, Menschen mit Behinderung mit einzubeziehen und ihnen einen richtigen Arbeitsplatz zu ermöglichen, weswegen der Schritt sehr begrüßt wird.

Das Café engagiert sich aber nicht nur für Behinderte. Da zurzeit viele Ausflugsziele wegen der Pandemie geschlossen haben, bieten sie Kindergärten und Kinderbetreuungen kostenlose Besuche an, um mit den Schweinen zu spielen. Für die Zukunft will der Betreiber zusätzlich der Idee von Therapietieren für Senioren und Pflegebedürftige verfolgen.

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