Stats

Anzeige
Home News Lifestyle Moos-Café im Wald von Ehime wird zum Touristen-Magnet

Moos-Café im Wald von Ehime wird zum Touristen-Magnet

Täglich pilgern mehr Menschen mitten in den Wald

Jeden Tag sind in Seiyo in der Präfektur Ehime Scharen von Touristen zu beobachten, die auf einer bewaldeten Nationalstraße in Richtung eines abgelegenen Waldes unterwegs sind.

Die Menschen sind aber nicht zum Wandern oder Zelten in der Region, sondern sie alle haben dasselbe Ziel: ein Café namens Kokemushiro. Das Lokal ist für einen weitläufigen moosbedeckten Garten und sein außergewöhnliches Flair über die Grenzen der Präfektur hinaus bekannt geworden. Das Sonnenlicht fällt durch die Bäume und erstrahlt grünes Moos, was für eine einmalige Stimmung sorgt.

Ein Café mitten im Wald mit besonderem Flair

Das Café selbst liegt inmitten von Zedern- und Zypressen-Bäumen und nimmt eine Fläche von 2.248 Quadratmeter ein. Das gesamte Gelände ist üppig mit Moos bewachsen. Insgesamt lassen sich zehn verschiedene Arten dort entdecken.

Mehr zum Thema: 
Unbekannter schenkt Präfektur Ehime 100 Millionen Yen

Der Besitzer des Cafés, der 70-jährige Yasuyoshi Murakami, hatte eigentlich ursprünglich nicht die Idee, das Moos-Café zu eröffnen. Ihm fehlte einfach das Geld, die Moose vom Gelände zu entfernen. Als seine Kinder auf eigenen Beinen standen und ihr eigenes Geld verdienten, kündigte der Mann seinen Job in der Automobil-Industrie und eröffnete ein Gasthaus. Sein erstes Geschäft lag am Fuße des Berges und empfing Gäste nur gegen vorherige Reservierung.

Die Verbindung eines kleinen Teiches und des Gartens mit seinen Blumen und Moosen brachte dem kleinen Lokal schnell einen gewissen Ruf ein. Vor allem Leute, die nach Entspannung suchten, lernten Ehime als Insider-Tipp schnell schätzen.

Wald mit Bäumen
Moose und Bäume als natürliche Dekoration Bild: Asahi Shimbun / Kota Fujii

Murakami erfuhr von seinen Stammgästen, dass sie den Ort wegen seines Aussehens einfach nur noch „Kokemushiro“ (Moosmatte) nannten. Um die Umgebung entsprechend zu gestalten, entschloss sich der Besitzer, das Gelände seines Lokals zu vergrößern und die nahe gelegenen Reisfelder aufzukaufen. Dort entstanden Terrassen voller Moos, das der Japaner in den Bergen sammelte.

Die nächsten fünf Jahre verbrachte er damit, einen Teil des Waldes auszudünnen und das freie Gebiet mit Moosen und Gräsern neu zu begrünen. Die gesamte Arbeit hat er nach eigenen Angaben selbst übernommen. In der Mitte errichtete er ein Holzgebäude, in dem seit 2005 das Café Kokemushiro zu finden ist. Nachdem sein Lokal in einer TV-Show aufgetaucht war, wuchs die Besucher-Anzahl das erste Mal rapide an.

Seit einer TV-Show steigt die Anzahl der Gäste immer weiter

Von der Terrasse aus können die Gäste den Moos-Garten genießen, während sie ihren Kaffee trinken und anschließend einen Spaziergang über das Gelände machen. Viele Besucher verwandeln sich schnell in Stammkunden, die immer wieder kommen, um den Wald im Wechsel der Jahreszeiten zu bestaunen.

Murakami selbst ist immer wieder erstaunt, wie viele Menschen den weiten Weg zu seinem Café auf sich nehmen. Trotzdem sucht der Besitzer immer neue Ideen, um Besucher anzulocken. Viel Zeit des Tages verbringt der Café-Besitzer damit, heruntergefallene Blätter und Zweige von seinem Gelände zu entfernen. Außerdem flickt er das Moos, das immer wieder von Kindern zertrampelt wird.

Café im Wald Attraktion
Besucher im Wald von Ehime Bild: Asahi Shimbun / Kota Fujii

Dennoch will Murakami, dass sein Garten ein belebter Ort bleibt, in dem auch zahlreichen japanische Kunstgegenstände zu bewundern sind. Der Besitzer erklärte, dass nach einem Regenguss das Moos besonders schön wirkt und wenn es im Licht der Sonne funkelt, sei das immer wieder wunderschön und bezaubernd.

Das Kokemushiro ist in der Regel von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Von April bis Dezember ist jeden Montag geschlossen. In den Monaten von Januar bis März öffnet das Café nur an den Wochenenden und an Feiertagen. Wer das Gelände betreten möchte, muss 100 Yen (85 Cent) Eintritt bezahlen. Durch dieses Geld finanziert Murakami die Pflege des Mooses.

AS

Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren:

Rolling Sushi - der Japan-Podcast

Rolling Sushi - Japan für die Ohren

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here