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HomeNachrichten aus JapanLifestyleMuschel-Bikini sorgt in Japan als Heimatsteuer-Geschenk für Aufsehen

Einheimische Produkte wieder ins Licht gerückt

Muschel-Bikini sorgt in Japan als Heimatsteuer-Geschenk für Aufsehen

Wer der Stadt Mutsu in der Präfektur Aomori im Rahmen der Heimatsteuer eine Spende entrichtet, hat nun die Chance auf einen echten Jakobsmuschel-Bikini. Dieses Modeaccessoire ist der neueste Einfall der Stadtverwaltung von Mutsu, um die Leute zum Spenden zu motivieren, und ihre Idee schlägt ein.

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Der Jakobsmuschel-Bikini gehört seit dem 23. September zu der offiziellen Geschenkeliste der Stadt und es genügt eine Spende von 6.000 Yen (ca. 46,50 Euro), um das ungewöhnliche Dankeschön zu erhalten.

Bikini mit Heimatflair geht viral

Nach Angaben der Stadtverwaltung handelt es sich bei dem kreativen Geist hinter diesem Kleidungsstück um den Fischhändler Abe Shoten, welcher die Bikinis direkt vor Ort aus Schnüren und einer der einheimischen Spezialität des Ortes herstellt: Der Jakobsmuschel.

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Unternehmenspräsident Manabu Abe schrieb am 23. September auf Twitter, dass die Bikinis von nun an zu den Heimatsteuergeschenken der Stadt gehören. Der originale Tweet wurde 25.000-mal retweetet und erhielt am folgenden Tag über 37.000 Likes.

Bikini aus Jakobsmuscheln aus Japan
Der Jakobsmuschel-Bikini aus Mutsu ist komplett handgefertigt. Bild: satofull

Auch viele Onlinenachrichtendienste schenkten dem neuen Highlight auf der Liste der Geschenke ihre Aufmerksamkeit und selben Tag wie Abes Tweet sollen Berichten zufolge bereits 34 Bestellungen auf einen der Jakobsmuschel-Bikinis bei der Stadt Mutsu eingegangen sein.

Die ursprüngliche Idee hinter dem Bikini

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Abe selbst sagte dazu, dass er mit den Bikinis ursprünglich neue Gewinne hatte erzielen wollen, nachdem das Erdbeben und der Tsunami 2011 für einen Rückgang des Umsatzes in Ostjapan gesorgt hatten. Von den Sets konnten bisher im Schnitt um die 100 jährlich verkauft werden.

Ein Teil der Heimatsteuerspenden sollte zu Anfang für die Beseitigung von Schäden verwendet werden, die durch sintflutartige Regenfälle im vergangenen August verursacht wurden. Ein Beamter sagte: „Wir möchten die Stadt Mutsu mit etwas Wirkungsvollem bekannt machen, sodass sie die Wiederherstellungsbemühungen auf die eine oder andere Weise unterstützen können.“

Das erfolgreiche Konzept der Heimatsteuerspenden

Die Zahl der Heimatsteuerspenden ist während der Pandemie stark angestiegen. Das Konzept, dass man einen Teil der eigenen Einkommenssteuer an eine Stadt seiner Wahl spenden kann, wofür man dann im Gegenzug Geschenke erhält, wird innerhalb der Bevölkerung mehr und mehr wertgeschätzt.

Und auch den anderen Präfekturen und ihren Städten mangelt es nicht an Einfallsreichtum. Manchmal scheint es, als könnten die Geschenke gar nicht besonders genug sein. Jede Region hat ihre Spezialitäten und so wurden z.B. auch schon echte Herkuleskäfer zum Aushängeschild einer Heimatspendenaktion.

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