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Neue Holz-Strohhalme zur Reduktion von Plastik

Ein Hotelbetreiber in Japans Hauptstadt Tokyo erklärte am Dienstag, dass das Hotel ab Januar neue hölzerne Strohhalme ausprobieren wolle. In ihrem Restaurant gab es, wie in vielen anderen auch, zu viel Plastikabfall, zu dem auch die Trinkhalme beitrugen. Ab April sollen in allen Speiseräumen sowie an der Bar alle Halme durch neue aus Holz ersetzt sein.

Mit dieser Entscheidung macht das Hotel einen großen Schritt in die richtige Richtung, denn Plastikabfall zu verringern ist in unser aller Interesse. Nicht zuletzt zeigt dies auch der weltweite Trend, der uns vom Plastik weg und hin zu anderen, umweltfreundlicheren Produkten führt. Wie zum Beispiel diesem neuen, wegwerfbaren Strohhalm aus Holz. Die japanischen Unternehmen The Capitol Hotel Tokyu Co. und Holzhausbauer Aqurahome Co. entwickelten ihn in gemeinsamer Arbeit. Die Trinkhalme bestehen aus dünn geschnittenen, indischen Plantagenhölzern. Diese lassen sich leicht kräuseln, sodass sie die Form eines gewöhnlichen Strohhalms erhalten. Noch dazu müssen für sie nicht extra zusätzliche Pflanzen abgebaut werden. Sie sind „Reste“ von wichtigen Ausdünnungsoperationen für die indischen Wälder, aus denen sie stammen.

Ab dem 16. Januar verwendet das Restaurant „ORIGAMI“ des Hotels diese Strohhalme. Die Idee dafür und der erste Schritt kamen von dem Umweltjournalisten Yuri Takeda, nachdem einige große Unternehmen ihre ersten Neuerungen zum Schutz der Umwelt begannen. Die Kaffee-Kette Starbucks Corp. und auch Walt Disney Co. begannen Überlegungen, Plastikstrohhalme zu ersetzen, denn über sie denken viele nicht nach. Dennoch produzieren auch Trinkhalme einen riesigen Berg an Plastikmüll. Daher beginnen immer mehr Unternehmen, von Plastik auf bessere Alternativen umzusteigen. Einige entwickelten dabei Strohhalme aus Papier.

Die Holz-Strohhalme sind teurer, aber helfen unseren Planeten zu retten

Das Hotel und die Wohngesellschaft hoffen, dass die Verwendung von Holz-Strohhalmen das Verständnis der Menschen für nachhaltige Forstwirtschaft verbessert. Für die Herstellung ihrer Trinkhalme werden keine unnötigen Bäume gefällt. Viel mehr dient die Ausdünnung, bei der das Holz für ihre Strohhalme entsteht, dazu, das Wachstum der verbleibenden Bäume zu fördern. Diese Art der Herstellung und Materialgewinnung erzeugt natürlich einen höheren Preis als das Hotel für Trinkhalme aus Plastik zahlen müsste. Für die Holz-Variante zahlen sie mehrere Dutzend Yen, wohingegen ein Plastikhalm nur 1 Yen (ca. 0,01 Euro) kostet. Dennoch wollen sie an dieser Idee festhalten und die Kosten der Strohhalme senken, indem sie die Nutzung erweitern.

Quelle: KyodoNews

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