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Alte Plastik-Schirme erhalten ein neues Leben

PLASTICITY verwandelt alte Regenschirme in modische Taschen und Accessoires

Der Film Battle Royal aus dem Jahr 2000 machte Plastik-Schirme international bekannt. Der japanischer Hersteller, White Rose, des im Film verwendeten Schirms konnte sich vor Anfragen kaum retten. Mittlerweile ist die Firma einer der wenigen Hersteller, die sich in Japan noch am Markt halten können.

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In den 1960er Jahren waren bunte Plastikschirme im Mode-Viertel Ginza ein unverzichtbares Styling-Accessoire. Anschließend wollten alle jungen Japanerinnen einen bunten Regenschirm ihr Eigen nennen. Erneut war White Rose das Label, das die Wünsche der Fans erfüllte. Die hochwertigen Modelle wurden über viele Jahre gepflegt und immer wieder verwendet.

Heute ist das Leben eines Regenschirms aus Plastik meist hart und kurz. Es gibt sie überall zu kaufen und sie kosten nur wenige Yen. Deswegen werden sie oft vergessen oder einfach weggeworfen. Die Fundbüros der japanischen Bahnlinien laufen über vor zurückgelassenen und vergessen Schirmen aus den Zügen. Vor allem die Tatsache, dass die Billig-Teile meist auch schnell kaputt gehen, ist ausschlaggebend für ihr meistens trauriges Schicksal. Nach einem Sturm liegen kaputte Regenschützer an Straßenecken, wo sie direkt entsorgt werden.

PLASTICITY sorgt für ein Revival von ausgedienten Regenschirmen

Die Firma MONDO DESIGN tat sich mit dem Designer Aki Saito zusammen und gründete mit ihm zusammen das neue Label PLASTICITY, das ausrangierten Plastikschirmen zu einem neuen Leben verhilft. Nach zahllosen Tests gelang es der Kooperation, neue stilvolle Accessoires zu kreieren, die stabil, wasserdicht und lange haltbar sind, damit ihnen das Schicksal ihrer direkten Vorgänger erspart bleibt.

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Durch das Recycling hofft PLASTICITY einen kleinen Teil zur Reduzierung der Kunststoffabfälle in Japan beizutragen und gleichzeitig das Interesse an Arbeit mit nachhaltigen Stoffen bei ihren potenziellen Kunden zu fördern.

Recycling alter Schirme
Recycling á la PLASTICITY Bild: PLASTICITY

Erste Recycling-Taschen-Kollektion

In einem ersten Schritt bringt das Kooperation-Unternehmen ab dem 14. April drei Produkte auf den Markt, die heute schon vorbestellt werden können. Die Auslieferung soll ab Ende April erfolgen. Eine große sowie eine kleine Tragetasche in Form eines Shoppers und eine Sacoche-Tasche stehen zur Wahl. Vorher plant das Unternehmen aufgrund der aktuellen Pandemie keinen stationären Verkauf in einem eigenen Shop oder bei anderen Kaufhäusern. Bisher sind die Taschen nur im PLASTICITY Online-Shop erhältlich und kosten zwischen 8.000 Yen (circa 68,10 Euro) für die kleine Sacoche-Tasche und 13.000 Yen (110,70 Euro) für den großen Shopper.

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