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Das Game soll neue Touristen in die Region locken

Retro-Game aus Uji erweist sich als Reiseführer

Die Region von Uji in der Präfektur Kyoto ist vor allem für ihren grünen Tee bekannt. Ein neues Smartphone-Game im Retro-Style soll jetzt helfen, den Tourismus in der Region wieder in Schwung zu bringen.

Das Handy-Game wurde mit öffentlichen Mitteln finanziert und erlaubt es den Spielern, in die Rolle eines Adligen aus der Heian-Zeit (794 – 1185) zu schlüpfen. Dann kann man lokale Tee-Felder und Tempel erkunden und dabei gegen verschiedenen Feinde antreten.

Uji in all seinen Facetten

Das Spiel richtet sich vorrangig an Menschen, die zwischen 1980 und 1990 ihre ersten Games gezockt haben und soll sie wieder in ihre Jugendzeit entführen. Diese Gamer sollen animiert werden, die Gegend einmal selbst erkunden zu wollen, oder gleich ganz in die Gegend umzuziehen.

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Das kostenlose Smartphone-Game trägt den Titel „Uji-shi: Ujicha to Genji Monogatari no Machi“ (Die Stadt Uji: Stadt des Tees und die Reise des Genji), was ein eher untypischer Name für ein Action-Spiel ist, aber gerade deswegen die Aufmerksamkeit erregen soll.

In dem Spiel fällt ein böser König in das Gebiet von Kyoto ein, der Spieler (Kemario) ist gefordert die Region zu retten. Der Name des Helden sowie die Einstellungsmöglichkeiten des Spiels erinnern an klassische Cartridge-Games, wobei die Schauplätze in der App sehr unterschiedlich zur Nostalgie ausfallen.

Der Spieler bekämpft Feinde durch Treten und Draufspringen. Die Monster wurden nach dem Vorbild von Tee-Pflanzen und anderen lokalen Spezialitäten designt. Der Hauptkampf-Ort befindet sich auf dem Gelände des Manpukuji-Tempels, der zur Obaku-Zen-Sekte gehört. Auch der Mimurotoji-Tempel, der für seine farbenprächtigen Hortensien bekannt ist, spielt eine wichtige Rolle.

kämpfen für Touristen in Uji
Nostalgie Game Bild: Uji-shi: Ujicha to Genji Monogatari no Machi

Während seiner Reise lernt der Spieler die verschiedenen Sehenswürdigkeiten der Region kennen, die in die Geschichte des Genji eingewoben sind. Ein eingebautes Mini-Spiel führt in den Byodoin-Tempel, in dem der Gamer hochwertigen Tee sammeln muss. Wer im Game weitere Orte in der Gegend besucht, kann Sonderpunkte sammeln.

Reise in die Vergangenheit

Das Retro-Design mit seinen groben Pixeln stellt eine direkte Verbindung zu den Jugend-Erinnerungen der Spieler dar. Die leicht unbeholfenen Bewegungen sorgen für einen zusätzlichen Kawaii-Faktor.

Oftmals kostet das Entwickeln eines neuen Games viel Geld, wobei ein Budget von mehreren Hundert Millionen Yen keine Seltenheit ist. Die App aus Uji kostete hingegen „nur“ 10,83 Millionen Yen (86.950 Euro). Mehr als die Hälfte des Geldes – 6,34 Millionen Yen (50.990 Euro) – wurde durch eine Crowdfunding-Kampagne aufgebracht. Den Rest finanzierte die Stadtverwaltung.

Uji-Reisende bekommen außergewöhnliche Tipps
Reisen mal anders Bild: Uji-shi: Ujicha to Genji Monogatari no Machi

Bereits vor einiger Zeit stellte die Stadt ein Video über die Entwickelung des Games online, das mittlerweile mehr als 600.000 Menschen angeschaut haben. Die Kommentatoren waren größtenteils begeistert von dem ungewöhnlichen Gaming-Reiseführer.

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