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Die Bauern selbst finden den Fauxpas inzwischen auch charmant

Riesiger Rechtschreibfehler auf Reisfeld geht in die Japan durch die sozialen Netzwerke

Im Sommer präsentieren sich die japanischen Reisfelder in ihrer ganzen Schönheit. Durch eine besondere Gestaltung wird diese noch unterstrichen. Durch das Bepflanzen mit verschiedenen Sorten oder das Freilassen von bestimmten stellen, entstehen riesige Kunstwerke, die den ganzen Sommer über bewundert werden können.

Die Bauern der Stadt Motoyama in der Präfektur Kochi verwandeln seit sieben Jahren ihre Reisfelder in Kunstwerke, wobei sie die Pflanzen verwenden, um Botschafter in japanischer Schrift zu erstellen, die mit ihrer hohen Kunstfertigkeit die Betrachter begeistern. Die Corona-Pandemie ist auch in den ländlichen Gegenden ein Thema und die Bauern in Kochi wollten die Menschen überall im Land eine positive Botschaft senden, in dem man den Schriftzug „Ganbarou Nihon!“ (Halte durch, Japan!) in ein Feld schrieb.

Kleiner Strich mit großem Effekt

Um der Botschaft einen besonderen Anstrich zu geben, entschieden sich die Bauern nicht auf die bekannten Kanji-Zeichen zu setzen, sondern auf die rundlicheren Hiragana zu nutzen, die vorrangig bei phonetischen Texten Anwendung findet. Ein Reisfeld braucht aber eine gewisse Zeit, bis man das Ergebnis seiner Schreib-Übungen sieht. Es dauert Monate, bis die Pflanzen groß genug sind, um die Schrift zu erkennen.

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Trotzdem erweist sich die Botschaft als ausgezeichnet lesbar. Ein zusätzlicher horizontaler Strich beim dritten Zeichen sorgt allerdings dafür, dass aus „Ganbarou“ das sinnentleerte Wort „Ganborou“ wird. Dieser kleine Fehler macht die Reis-Botschaft aber sogar noch bekannter, wenn sie geht, aktuell durch die sozialen Netzwerke. Überall im Land äußern sich die Menschen amüsiert über den kleinen Fauxpas.

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Reis-Kunst soll glücklich machen

Es handelt sich nur um einen kleinen Schönheitsfehler, der eigentlich leicht zu beheben gewesen wäre, wenn es die Menschen in Motoyama wirklich wollten. Das ist aber nicht geplant, denn der Charme dieser handgemachten Kunst besteht darin, dass sie eben nicht perfekt ist.

Außerdem erklärten die Verantwortlichen, dass die Botschaft viele Menschen zum Lachen bringt, was in dieser Zeit eine gute Medizin darstellt. Gerade der Hinweis darauf, dass Dinge, die auf den ersten Blick wie ein Fehler aussehen, so viele positive Aspekte nach sich ziehen, ermutigte die Reis-Künstler, die Botschaft so zu lassen, wie sie ist.

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