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HomeNachrichten aus JapanLifestyleSake-Projekt bringt aufwendig produzierten und extrem teuren Sake auf den Markt

Besonderer Reis treibt Preis in die Höhe

Sake-Projekt bringt aufwendig produzierten und extrem teuren Sake auf den Markt

Auch wenn die Beliebtheit sinkt, kann man Sake in Japan in jeder Qualität und Preisklasse finden. Ein Brauereiprojekt in Niigata wollte allerdings etwas ganz Besonderes kreieren. Das Resultat ist ein mit sehr viel Liebe produzierter Sake mit einem horrenden Preis.

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Was den Sake so besonders macht, sind die Zutaten und die Art der Herstellung. Verwendet wird Koshihikari-Reis aus Tokamachi, der per Hand angebaut wurde und weder landwirtschaftliche Chemikalien noch synthetisierte Düngemittel erhalten hat.

Nur den besten Reis für den Sake

Unkraut wurde von den 6.600 Quadratmeter großen Feldern regelmäßig per Hand, mit einem Gerät entfernt. Als Dünger wurde Reis vom Vorjahr verwendet, der in die Erde gemischt wurde. Doch selbst bei regelmäßiger Pflege bringen die Felder 60 Prozent weniger Ernte ein, als herkömmliche Felder der gleichen Größe, womit der Reis deutlich teurer ist.

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Hinter dem Projekt stehen der Reisbauer Hideharu Tobe, die Editorin Akane Shiba und Braumeister Yoshimasa Ono, die mit Zeit und Mühe etwas Bleibendes schaffen wollten, was sich gegen die Massenproduktion stellt.

Tobe erklärte, dass er nur natürliche Dinge verwenden will. Er achtet dabei auch darauf, kein Wasser von den Feldern abzulassen, um Mikroorganismen zu schützen. Der 70 Jahre alte Senior hat den Reisanbau für sich entdeckt, nachdem er in Rente gegangen war. Seit 2002 betreibt er den chemiefreien Anbau und verbessert seine Methoden dabei ständig.

Qualität hat ihren Preis

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Shiba wurde auf Tobes Reis aufmerksam, der als absolutes High-End-Produkt gilt. Ihr kam die Idee den Reis für Sake zu nutzen und schlug Tobe den Plan vor. Ono, dem Ono Brewery Co. gehört, war zu Beginn etwas skeptisch, da Koshihikari-Reis nicht für Sake verwendet wird.

Inspiriert von Tobe entschied er sich aber dann doch zum experimentieren. Auf Maschinen wurde verzichtet, als Wasser wurde 100-prozentiges Quellwasser genommen und der Alkohol wurde unter natürlichen Temperaturen produziert. Liebhaber werden deswegen schnell bemerken, dass das Getränk anders als die Konkurrenz schmeckt.

Ono beschreibt das Aroma als mild mit einer eleganten Süße und dem Geschmack des Koshihikari Reis. Den besonderen Sake gibt es jetzt im Set mit je einer 720-Milliliter-Flasche der Sorte „飛騰 ASCENDING“ und „燈火 ILLUMINATING“. Das Ganze hat einen Preis von 330.000 Yen (ca. 2.401 Euro) und die Special Editionen kosten sogar noch mehr. Es gibt insgesamt nur 100 Sets, aber es wird auch geplant, bald fürs Ausland zu produzieren.

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