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Seltene Teeschalen wieder in Japan ausgestellt

Jede der Teeschalen, von denen es nur noch drei Stück weltweit gibt, hat nur einen Umfang von 12 Zentimetern. In ihrem Inneren erblickt man allerdings eine ganze Galaxie mit zahllosen Sternen.

Die einzigen drei, noch existierenden, jahrhundertealte Yohen Tenmoku Teeschalen werden in Japan in diesem Frühjahr separat in Ausstellungen in den Präfekturen Tokyo, Shiga und Nara gezeigt.

Bei den richtigen Lichtverhältnissen schimmern die charakteristischen, in einem Aurora-ähnlichen Muster gehaltenen Stellen der ansonsten schwarz wirkenden Schalen geheimnisvoll.

Die Artefakte sind in der Regel nicht öffentlich zugänglich. Deswegen bieten die Ausstellungen die Gelegenheit die seltenen Teeschalen, vielleicht zum letzten Mal, zu sehen. Forscher gehen davon aus, dass die Schalen in “Jian-Yao”-Öfen in der chinesischen Provinz Fujian hergestellt wurden. Zwischen dem 12. und 13. Jahrhundert kamen sie dann nach Japan.

Die irisierenden Muster und Lapislazuli-Flecken entstanden, während die Teeschalen in den Öfen gebrannt wurden. Die genaue Art und Weise der Herstellung ist bis heute unbekannt. Bisher gelang es nicht, die Teeschalen zu reproduzieren.

In Japan galten die Yohen-Tenmoku-Schalen seit der Muromachi-Periode (1338 – 1573) als die hochwertigsten Tonwaren aus Tenmoku ihrer Zeit. Die ersten Teeschalen kamen mit Zen-Mönchen aus Japan ins Land, die in den Tianmu-Bergen in der chinesischen Küstenprovinz Zhejiang ausgebildet wurden. Der Name “Yohen” kommt von den glitzernden Mustern, die sich bei richtiger Belichtung zeigen.

Die drei nationalen Schätze befinden sich normalerweise im Fujita Museum in Okasa, dem Seikado Museum in Tokyo und im Ryokoin-Tempel in Kyoto, wobei jede Schale eine eigene Musterung und Farbauswahl aufweist. Alle drei Teeschalen zusammen werden von März bis Juni in verschiedenen Ausstellungen gezeigt.

Die Teeschale aus dem Fujita Museum gehörte einst der Familie Mito. Sie erhielt sie als Geschenk des Shoguns. Das Museum stellt sie unter dem Label Meisterwerke aus dem Fujita Museum: Ein brillantes Universum, das sich in einem nationalen Schatz widerspiegelt aus. Die Ausstellung läuft vom 13. April bis zum 9. Juni.

Die Yohen Tenmoku-Schale des Seikdako Bunko Museums für Kunst gehörte während der Yodo-Zeit der Inaba-Familie, deren Namen sie auch trägt. Die Teeschale weist die meisten Glitzereffekte auf, wird in einem Extra-Raum des Museums ebenfalls vom 13. April gezeigt. Sie ist bis zum zweiten Juni der Öffentlichkeit zugänglich.

Der Ryokoin-Tempel bei Daitokuji ist normalerweise nicht öffentlich zugänglich, sodass die Teeschale nur äußerst selten bisher zu sehen war. Die Schale gehörte ursprünglich Kogetsu Sogan (1574 – 1643), dem Nachkommen des Teemeisters der Kriegsherren Toyotomi Hideyoshi (1537 – 1598), der auch den Tempel gründete. Sie wurde über Generationen von Priester an Priester weitergegeben.

Die Teeschale wird in der Sonderausstellung Kokuho Yohen Tenmoku to Hasoai (Nationaler Schatz Yohen Tenmoku und zerrissene Sandalen) im Museum Koga (Präfektur Shiga), gezeigt. Die Ausstellung ist vom 21. März bis zum 19. Mai geöffnet. Da die Veranstalter mit einem großen Andrang rechnen, erhält die Tenmoku-Schale ebenfalls einen eigenen Ausstellungsraum.

Quelle: The Asahi Shimbun

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