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Das digitale Zeitalter beginnt auch in staatlichen Schulen in Japan

Shibuya verteilt kostenlose Tablets an Schüler öffentlicher Schulen

Japan gilt als Vorreiter in Sachen Technologie, allerdings nicht in den öffentlichen Schulen. Dort ist digitales Arbeiten immer noch ferne Zukunftsmusik. Der Einzug in die japanischen Klassenzimmer erfolgt nur langsam, vor allem bei öffentlichen staatlichen Schulen.

Langsam entwickeln sich aber die japanischen Schulen auch weiter, wie ein Beispiel aus Shibuya zeigt. Die Verwaltung der öffentlichen Grund- und Mittelschulen in dem Bezirk gab bekannt, dass alle Schüler Microsoft Surface Go 2 Tablets bekommen, um sie beim Lernen zu unterstützen.

Schulen versprechen Technologie für alle Schüler

Das Gerät wurde gewählt, weil es neben den gängigen Standardanwendungen auch verschiedene digitale Lernmittel optimal zugänglich macht. Mit einem Surface-Pen ist es möglich direkt auf dem Bildschirm zu schreiben, eine hochauflösende Kamera sorgt für gute Qualität bei Gruppen-Chats und verschiedene HD-Anwendungen fürs Lernen können ebenfalls benutzt werden.

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12.000 Tablets, die mit einer speziellen Tastatur für die Schüler ausgestattet werden, sollen im September in den 26 öffentlichen Grund- und Mittelschulen in Shibuya bereitgestellt werden, obwohl dies nicht die ersten Tablets sind, die an der Schule jemals verwendet wurden. Seit 2017 stellt der Bezirk schon Lehrern und Schülern Tablets von Microsoft zur Verfügung, um ihnen das Lernen zu erleichtern.

Jetzt gibt es aber ein Gerät für jeden Schüler in den Bildungseinrichtungen. Die neuen Surface-Geräte sollen sowohl im Unterricht als auch zu Hause verwendet werden können. Zusätzlich zu den Tablets wird jede Klasse auch mit Microsoft 365 Programmen fürs Lernen ausgestattet, die Office sowie verschiedene andere Programme für den Einsatz im Unterricht beinhalten.

Kritik an der Verteilung wird laut

Obwohl dies im Allgemeinen schon ein positiver Schritt in die richtige Richtung ist, gibt es auch Kritik. Shibuya gilt als sehr wohlhabende Gegend in Tokyo, sodass sich viele Japaner fragen, ob es nicht sinnvoller wäre eine solche Aktion in einer anderen Region zu starten, wo sich die Schüler nicht so viel selbst leisten können.

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Vor allem in den ländlichen Regionen wäre es immer noch schwer, den Kindern solche Lernmittel zur Verfügung zu stellen, weswegen sie Gefahr laufen, hinter den Schülern aus der Stadt zurückzubleiben. Gleichzeitig befürchten viele eine weitere Spaltung in arme und reiche Gebiete.

Es bleibt nur zu hoffen, dass mit der Zeit und der Unterstützung der japanischen Regierung Tablets an allen Schulen des Landes eingeführt werden können, um allen Schülern dasselbe Bildungsniveau zu ermöglichen.

PCW

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