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Der Hinweis-Button löste viele Diskussionen aus

Shop in Osaka lässt umstrittenen Perioden-Anstecker neu gestalten

Ein Shop in Osaka stellte seinen weiblichen Angestellten frei, einen Anstecker zu tragen, der anzeigt, wenn sie ihre Periode haben. Jetzt plant die Geschäftsleitung den umstrittenen Hinweis zu überarbeiten.

Das Kaufhaus Daimaru führte in seiner Niederlassung in Umeda diese Abzeichen ein, um mit einem gesellschaftlichen Tabu zu brechen. In Japan wird nicht offen über Menstruation gesprochen, Probleme der Frauen während dieser Zeit bleiben ebenfalls außen vor. Die Kampagne stieß allerdings auf massiven Gegenwind, weil man den Verantwortlichen vorwarf, in die Privatsphäre der Angestellten einzudringen. Manche setzten die Aktion sogar mit sexueller Belästigung gleich.

Michikake-Shop in Osaka weiterhin heftig im Gespräch

Den Mitarbeiterinnen des Shops Michikake wurde ab Ende November freigestellt, ob sie den Periodenanstecker tragen wollen. Der Laden verkauft Hygieneartikel und andere Dinge speziell für Frauen. Während das Projekt bei einigen Kunden auch Unterstützung fand, war der Widerstand so groß, dass die Geschäftsleitung erst einmal beschloss, die Aktion abzubrechen.

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Ein Sprecher von Daimaru ließ allerdings durchblicken, dass man plane, den Button mit einem anderen Design weiterzuverwenden. Er soll bloß nicht mehr so auffällig aussehen. Die vielen positiven Stimmen seien ein gutes Zeichen, aber der Widerstand in der Gesellschaft, sich mit der weiblichen Periode zu befassen, ist immer noch sehr stark.

Der Button zeigt Seiri-Chan, einen Manga-Charakter, der die weibliche Menstruation darstellt. Eine 20-jährige Angestellte überlegte sich die Figur, weil sie auf die Schmerzen während der Menstruation in ihrem Arbeitsumfeld aufmerksam machen wollte. Auch der Laden in Osaka wollte in diesem Sinne das Thema weiterhin in der Diskussion halten.

Geschäftsleitung zieht erst einmal die Notbremse

Mitte Oktober wurde der Button an rund 50 Mitarbeiterinnen der Umeda-Niederlassung verteilt. Es wurde ihnen freigestellt, ob sie ihn während ihrer Periode unter ihrem Namensschildchen trage wollen. Nachdem verschiedene Medien über das Projekt informiert hatten, prasselte eine wahre Flut an Mails und Anrufen auf den Shop ein. Auch online wurde das Thema heiß diskutiert.

Auch einige bekannte Stimmen schlossen sich der Kampagne mittlerweile an und loben die Idee. Auf diese Weise könne eine Bewegung in der Gesellschaft entstehen, die es möglich macht, irgendwann offen über Menstruation zu sprechen. Gleichzeitig soll das Verständnis für die Frauen während dieser Zeit gefördert werden.

Kyodo

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