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„Showrooms“ in Japan ermöglichen es, Produkte auszuprobieren und online zu kaufen

Immer mehr Einzelhändler in Japan richten Showrooms ein, in denen Kunden Kleidung oder Brillen anprobieren und anschließend bequem per Smartphone-App kaufen können. Der Trend erschließt den tief verwurzelten Wunsch der Verbraucher, ein Produkt vor dem Kauf physisch zu handhaben – eine Forderung, die Online-Shops allein nicht erfüllen können.

Der Einzelhändler für Freizeitkleidung G.U. Co. eröffnete im November letzten Jahres einen Showroom namens GU Style Studio im Shibuya-Bezirk, Tokyo. Der Laden führt nur Kleidung zum Anprobieren. Nach der Anprobe verschiedener Kleidungsstücke verwenden die Kunden die offizielle Smartphone-App des Unternehmens. Damit scannen sie den QR-Code auf dem Etikett eines Produkts, das sie vielleicht kaufen möchten. Die über die App gekauften Artikel werden dann direkt an den Kunden geliefert.

Ein Kunde kann nach dem Anprobieren verschiedener Kleidung und dem Scannen seiner QR-Codes in einem Showroom jederzeit einen Kauf abschließen. Sie brauchen keine Zeit mit der Suche nach Produkten im regulären Online-Shop des Unternehmens zu verbringen.

„Sobald ein Kunde einen physischen Artikel gesehen, anprobiert und festgestellt hat, dass ihm die Farbe und Textur gefällt, kann er das Produkt viel einfacher kaufen als beim normalen Einkauf im Internet“, sagt Noriko Uehara, die Leiterin des Shops.

Vorteile und Nachteile der physischen und Online-Shops

Solche Dienstleistungen sind entstanden, um den Bedürfnissen der Käufer gerecht zu werden. Viele Japaner sind misstrauisch, Kleidung online zu kaufen, weil sie die nicht gleich anprobieren können.

Waseda University Prof. Tomoo Noguchi, ein Experte für Marketingtheorie, erklärt: „Online-Shopping hat in mancher Hinsicht Vorteile gegenüber stationären Geschäften. Darunter die Anzahl der Produkte und die Tatsache, dass die Kunden zu jeder Tageszeit einkaufen können und die Produkte nicht mit nach Hause nehmen müssen. Physische Geschäfte haben jedoch den Vorteil, dass Kunden die Produkte persönlich überprüfen und sich Rat von Verkäufern holen können. In den Showrooms ergänzen sich Online-Shopping und stationäre Geschäfte. Dieser neue Einzelhandelsstil ist eine Reaktion auf die Frustration der Verbraucher beim Einkauf im Internet.“

Serviceleistung, die kein Online-Shop anbietet

Im Januar eröffnete der Optiker Jins Inc. aus Tokyo einen Showroom im Ecute Ueno an der JR Ueno Station in Taito Bezirk, Tokyo. Der Shop – Jins Brain Lab – verfügt über rund 270 Brillen, die die Kunden anprobieren können. Kunden, die ihr Rezept bereits kennen, können überprüfen, ob die Rahmen bequem sind und gut aussehen, bevor sie mit der App des Shops die Informationen über ihre Lieblingsartikel einscannen. Einkäufe können dann jederzeit durchgeführt werden.

Der Showroom bietet noch einen weiteren Service: Wenn ein Kunde eine Brille vor einem Spiegel anprobiert, gibt ihm die künstliche Intelligenz eine Punktzahl von bis zu 100 Punkten, je nachdem, wie gut er in ihr aussieht. Kunden können ihre Sehkraft auch im Geschäft überprüfen lassen.

Ein 42-jähriger männlicher Büroangestellter aus der Präfektur Saitama war von dem Service begeistert.

„Es ist bequemer als Brillen in einem normalen Geschäft zu kaufen, weil Sie keine Zeit damit verschwenden müssen, darauf zu warten, dass Ihre Brillen fertig sind und in den Laden zurückkehren“, sagte er.

Showrooms haben einen weiteren Vorteil für den Handel: Sie müssen sie nicht mit vielen Produkten ausstatten. Dadurch können die Verkäufer weniger Zeit damit verbringen, sich um den Bestand zu kümmern und mehr Zeit für die Kundenbetreuung verwenden. Showrooms benötigen auch weniger Fläche für die Präsentation von Produkten und können auch auf kleinen Flächen eingesetzt werden.

„Ich denke, wir werden eine Zunahme von Showrooms sehen, die mit konventionellen Geschäften koexistieren“, sagte Noguchi.

Quelle: Yomiuri Shimbun

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