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Spaßiges Umweltschutz-Müllsammeln als Sport in Japan

Aktuell versinkt unsere Welt regelrecht in Müll. Deponien auf der ganzen Welt kommen nicht mehr hinterher und ein gigantischer Teppich aus Plastikabfall zerstört die Meere. Umso schöner ist die Nachricht, dass sich in Japan Müllsammeln zu einem richtigen Sport entwickelt.

„Supo-gomi taikai“ nennt sich der neue Trend, bei dem sich alles um Müll dreht. Teams versuchen dabei, sich selbst zu übertreffen und so viel Müll wie möglich zu sammeln. Wie die Asahi Shimbun berichtete, fand letztes Jahr ein derartiger Wettkampf in Wakayama statt. Um die 70 Teilnehmer von sechs bis 78 Jahren nahmen daran freudig teil.

Die Teams von drei bis fünf Personen starteten alle in einem öffentlichen Park zur selben Zeit und durften Müll in einem Umkreis von einem Kilometer sammeln. Wer etwas fand, gab den Mitspielern laut Bescheid. Punkte gab es hingegen für die Art und das Gewicht des Abfalls. So gab es für zum Beispiel Zigarettenstummel mehr Punkte als für andere größere Dinge.

Erfinder des ungewöhnlichen Sports ist Kenichi Mamitsuka, der Müllsammeln spaßiger und interessanter für junge Menschen machen wollte. Er selbst sammelte immer beim täglichen Joggen so viel Müll, wie er konnte, ohne seine Laufzeit zu erhöhen. Mittlerweile gab es 639 Supo-gomi-taikai-Events in ganz Japan mit ungefähr 76.000 Teilnehmern.

Millionen Tonnen an illegalem Müll

Doch nicht nur die Umwelt profitiert von dem neuen Trend. Nachforschungen ergaben, dass die Events bei Kindern das Verständnis für Umweltschutz verbessern. Sie verstehen sofort den Zweck und fangen an, von sich aus mehr für die Umwelt zu tun, wie Strom zu sparen. Ein besseres Verständnis schadet jedoch den Erwachsenen ebenfalls nicht.

Laut TV Tokyo gibt es nämlich jedes Jahr um die 16 Millionen Tonnen an illegalen Müll im ganzen Land. Viele Menschen wollen kein Geld für die legalen Deponien bezahlen oder die strengen Regeln einhalten. Aus dem Grund entsorgen sie ihren Abfall viel lieber in der Natur. Der Regierung gelang es jedoch bereits, einige illegale Müllmänner ausfindig zu machen und ihnen klarzumachen, wie sie legal den Müll entsorgen.

Mittlerweile versuchen Menschen zusätzlich, über die sozialen Medien andere zum Müllsammeln zu motivieren. So berichtet der Komödiant Shuichi Takizawa, wie er Teilzeit als Müllmann für die Stadt arbeitete und wie viel Spaß er dabei hatte. Seine Tweets über seine Arbeit sorgten bereits für großes Interesse und andere Stars reagierten auf sie. Der YouTube-Kanal Katazuke Tonton befasst sich hingegen mit zugemüllten Wohnungen und deren Entrümpelung.

Quelle: Asahi Shimbun, Japan Times

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