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Gebrauchte Becher sollen einfach in der nächsten Filiale zurückgegeben werden können

Starbucks Japan stellt Kunden wiederverwendbare Becher zur Verfügung

Die Café-Kette Starbucks hat sich vorgenommen, bis 2030 seinen Abfall um 50 Prozent zu reduzieren. Das weltweite Ziel soll auch auf dem japanischen Markt erreicht werden. Vor allem wiederverwendbare Materialien sollen vermehrt zum Einsatz kommen. In zehn Starbucks-Filialen im Großraum Tokyo startete jetzt ein Pilotprogramm.

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Bisher nutzen die meisten Kunden immer noch Einwegbecher, um ihre Getränke mitnehmen zu können. Die Herstellung dieser Becher erzeugt allerdings eine große Menge Kohlendioxid und natürlich auch Müll. Stattdessen will die Kette ihre Kunden davon überzeugen, Mehrwegbecher zu verwenden, die ausgeliehen und später wieder zurückgegeben werden können. Anschließend erfolgt ein sachgerechtes Recycling, sodass sie sich wiederverwenden lassen.

„Re&Go“ –  einfach und nachhaltig

Für den Testlauf führt Starbucks den Dienst „Re&Go“ ein, der eigentlich zur Wiederverwendung von Containern entwickelt wurde. Damit man an dem Programm teilnehmen kann, müssen die Kunden sich ein Re&Go-Konto über den Messanger-Dienst LINE einrichten. Da der Messanger in Japan äußerst beliebt ist, hofft man so möglichst viele Menschen von dem Programm überzeugen zu können.

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Bisher haben sich zehn Filialen im Großraum Tokyo bereiterklärt, am Programm teilzunehmen. Kunden müssen vorher am Schalter Bescheid geben, dass sie den Service nutzen wollen. Über die App kann dann ein Becher ausgeliehen werden. Auf den Bechern sind QR-Codes zum Scannen angebracht, sodass der Becher dem aktuellen Eigentümer zugeordnet werden können.

Anschließend genießen die Kunden ihr Getränk wie gehabt, ob unterwegs, im Park oder Büro. Wenn der Becher nicht mehr benötigt wird, kann er einfach in einer anderen teilnehmenden Filiale zurückgegeben werden. Einfach wieder den Code scannen, auf Zurückgeben klicken und im Laden lassen. Die Mehrwegbecher verfügen außerdem über eine Thermo-Funktion, sodass das Getränk im Inneren länger warm bleibt. Dadurch will Starbucks die Kunden ebenfalls von der langlebigen Version überzeugen.

Starbucks Japan stellen neuen Service vor
Neue Becher zum Mieten Bild: Starbucks Japan

Starbucks will weiter Abfall reduzieren

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Gleichzeitig reduziert sich so die Menge an Wegwerfbechern, die die Café-Kette produzieren muss, um die steigende Anfrage abzudecken. Über die Re&Go-App sind die Kunden außerdem in der Lage zu verfolgen, wie viel Kohlendioxid sie durch die Verwendung ihres Bechers einsparen. Ein weiteres Gimmick, dass die Menschen überzeugen soll, die neuen Becher zu nutzen.

Immer mehr Menschen wollen umweltbewusster leben, allerdings möchte sie nicht immer einen sperrigen Becher mit sich führen, deswegen plädieren die umweltbewussten Kunden dafür, dass bald mehr Lokale an dem Programm teilnehmen. So kann man dann sein Lieblingsgetränk in einem sauber, desinfizierten Becher mitnehmen und diesen dann einfach wieder zurückgeben, ohne ihn extra lange mitschleppen zu müssen.

Im Jahr 2020 startete Starbucks bereits mit kleinen, wieder verwertbaren Öko-Bechern. Seit Anfang 2021 nutzt die Café-Kette Strohhalme aus Silikon, um auch an dieser Stelle Plastik zu vermeiden. Der Miet-Service startet am ersten Dezember und soll bis auf Weiteres kostenfrei sein.

Wieder verwendbare Becher
Re&Go Zyklus Bild: Starbucks Japan
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