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Start-up in Japan setzt auf Bier aus Grillen

Erste Kostproben sollen bald erhältlich sein

Das japanische Start-up Anticicada will mit Nahrungsmitteln aus Insekten die Produkte-Palette in Supermärkten und Convenience Stores erweitern. Gleichzeitig will der Hersteller Vorurteile gegenüber solchen Nahrungsmitteln abbauen.

2015 entwickelte Anticicada zusammen mit dem bekannten Rahmen-Restaurant Nagi sogenannte „Grillen-Ramen“, die bereits auf einigen Events und Veranstaltungen serviert wurden und dort immer sehr schnell ausverkauft waren. Sogar nach Finnland und Estland exportiert das Unternehmen seine Produkte schon.

Die neuesten Insekten-Genussmittel aus dem Hause Anticicada sind ein Gin, in dem der Hauptbestandteil, riesige Wasser-Käfer, noch in der Flasche schwimmt und Grillen-Soja-Soße. Beide Produkte sollen ebenfalls zum Angebot eines neuen Insekten-Restaurants gehören, das für Tokyo geplant ist.

Schwarz-Bier aus Grillen

Jetzt schloss sich das Start-up mit der in der Präfektur Iwate ansässigen Brauerei Tono zusammen, um Japans erstes, in Handarbeit hergestelltes Grillen-Bier auf den Markt zu bringen.

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Das Cricket Dark Ale wird nur aus speziellen einheimischen Grillen hergestellt, die sorgfältig geröstet werden. Diese gerösteten Grillen und das geröstete Malz werden in die Maische eingebracht, um den Geschmack von Umami, der von den Grillen erzeugt wird, hervorzuheben.

Die verwendeten Grillen werden vom Unternehmen Taiyo Green Energy geliefert. Dort werden die kleinen Tierchen in einer optimalen Umgebung, in Hinsicht auf Temperatur und Luftfeuchtigkeit, aufgezogen. Gleichzeitig werden die Grillen mit Gemüse und anderen Nahrungsmitteln gefüttert, die bei der Herstellung von Essen in den umliegenden Unternehmen als Abfall-Produkte übrig bleiben. Die Grillen werden vor der Auslieferung sorgfältig gewaschen und zur Qualitätssicherung speziell Wärme-behandelt.

Start-up für mehr Umweltbewusstsein

Grillen-Bier
Start-up mit kleinen Angestellten Bild: Anticicada

Außerdem entwickelt das Start-up derzeit eine Methode, die Bier-Grillen mit Resten aus der Bierherstellung vor Ort zu füttern, wodurch die Nachhaltigkeit der regionalen Produktion gesteigert und weiterer Abfall reduziert werden kann.

Das neue Grillen-Bier soll Aroma-Noten von Kaffee, Kakao und Kamille enthalten. Gleichzeitig bleibt eine gewisse Bitterkeit vorhanden. Vor allem eine großzügige Karamell-Note soll den japanischen Gaumen kitzeln. Das Umami-Aroma soll außerdem besonders lange auf der Zunge erhalten bleiben.

ABT

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