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Streich-Video zwingt Restaurantkette, alle Filialen am 12. März zu schließen

Die Restaurantkette Ootoya Holdings kämpft schon seit einiger Zeit mit Streich-Videos, die ihre Mitarbeiter online stellen. Vor wenigen Tagen kündigte die Firmenleitung an, alle Filialen an einem Tag zu schließen, um sein Personal weiterzubilden.

Das Video, welches für Ärger sorgte, ging letzten Sommer online. Es zeigt einen maskierten Mitarbeiter in der Küche einer Filiale, der nur ein Tablett bei sich trägt. Das Video ging in Japan direkt viral und brachte die gesamte Restaurantkette ins Gespräch.

Der fragliche Clip entstand letzten Sommer in einer Ootoya Rinku Seacle-Filiale in Izumisano (Osaka). Ootoya feuerte im Februar drei Mitarbeiter, die an dem Video beteiligt waren und erwägt gerade, rechtliche Schritte gegen sie einzuleiten. Die fünf Vorstandsmitglieder, darunter auch der Präsident der Restaurantkette, kürzten sich selbst für einen Monat das Gehalt um 10 Prozent, um dem Debakel Rechnung zu tragen. Das Image des Unternehmens ist schwer angeschlagen und das Vertrauen der Kunden erschüttert.

 

Als Reaktion auf diese Aktion seiner Angestellten entschloss sich die Leitung des Unternehmens, alle 350 Ootoya-Filialen am 12. März zu schließen. Für die Kette bedeutet das Einnahme-Einbußen in Höhe von 100 Millionen Yen (791.000 Euro).

Diese Maßnahme stellte einen ersten Schritt dar, um das Vertrauen der Kunden wiederherzustellen. Das unangemessene Verhalten seiner Mitarbeiter machte die Schließung für die Geschäftsleitung notwendig. Die Restaurantkette erklärte, dass alle Mitarbeiter an diesem Tag die Gelegenheit erhalten, ihr Bewusstsein für die Bedeutung der Arbeit in einem Gastronomiebetrieb zu erneuern.

An der am 12. März stattfindenden Veranstaltung müssen sowohl Vollzeit- als auch Teilzeitkräfte von Ootoya teilnehmen. Sie erhalten dabei Unterweisungen in den Verhaltensregeln des Unternehmens. Zum Beispiel dürfen die Mitarbeiter während der Arbeit weder Smartphones noch Mobiltelefon bei sich tragen.

Um ihr Bewusstsein für einen hygienischen Arbeitsplatz zu schärfen, müssen alle Mitarbeiter an diesem Tag die Filialen und Büros reinigen. Nur eine Filiale in einer größeren Einrichtung stellt an diesem Tag eine Ausnahme dar und wird wie gewohnt geöffnet.

Die Restaurantkette war bereits gezwungen, seine Gewinnprognose für das aktuelle Geschäftsjahr zu senken, das im März endet. Die Prognose für den Jahresabschluss liegt bei 190 Millionen Yen weniger als noch für das Jahr 2018 veranschlagt waren.

Ootoyas Aktion unterstreicht den schweren Stand, den Restaurants und Convenience Stores in Japan aktuell haben. Eine Reihe übertriebener Videos, meist von Teilzeitkräften erstellt, brachte den Ketten äußerst negative Publicity.

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