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Studentin lehnt Entschuldigung von japanischem Magazin ab

Am vergangenen Mittwoch lehnte die Studentin Kazuna Yamamoto die öffentliche Entschuldigung, die ein Magazin auch ihr gegenüber äußerte, ab. Die Boulevardzeitung hatte zuvor einen Artikel mit einer Liste von Colleges veröffentlicht, deren Studentinnen „leicht verfügbar“ seien. Der Beitrag hatte Yamamoto und auch viele ihrer in- und ausländischen Freunde sehr wütend gemacht.

Die Boulevardzeitung Spa! richtet sich fast ausschließlich an Männer. Sie veröffentlichen daher viele Artikel, die davon handeln, Frauen zu verführen. Doch so harmlos und vielleicht lächerlich es zunächst klingen mag, ist es nicht. Denn die Beiträge handeln, wie auch der neuste ihrer reißerischen Artikel vermuten lässt, viel eher davon, wie man Frauen am besten abfüllt, um sie dann – auch gegen ihren Willen – mitzunehmen. Es gibt einige Beiträge wie „Die besten Sorten Alkohol, um eine Frau ins Bett zu bekommen“, die genau auf dieses Thema eingehen. Gegen diese Objektifizierung, Sexualisierung und Abwertung von Frauen will Yamamoto nun vorgehen. Daher forderte sie eine öffentliche Entschuldigung des Magazins.

Eine solche folgte auch sehr schnell, denn dank der sozialen Medien und Yamamotos großer Überzeugungskraft verbreitete sich die Geschichte schnell. Unter dem Hashtag #StandUpJapan will die junge Studentin endlich eine Bewegung in Japan anregen, die Frauen dabei hilft, aufzustehen, wenn etwas gegen ihren Willen mit ihnen gemacht wird. Denn zurzeit herrscht eine eher rückständige öffentliche Meinung zur Schuldfrage, wenn Frauen sexuell belästigt werden. Die viele Aufmerksamkeit sorgte dafür, dass die Boulevardzeitung sich bald öffentlich äußerte und eine Entschuldigung aussprach.

Spa! zeigt keinerlei Einsicht in der Entschuldigung

Mit dieser Entschuldigung ist Yamamoto jedoch keinesfalls zufrieden. Denn Spa! sagte kein einziges Wort zur Themenwahl generell. Sie entschuldigten sich lediglich für unangemessene „reißerische Sprache“, die „möglicherweise Leser angreifen könnte.“ Eine Einsicht, dass Artikel mit einem Inhalt, der in Kauf nimmt, dass die Leser sexuelle Übergriffe für vollkommen in Ordnung halten, vielleicht nicht das ist, auf das sie setzen sollten, beweist dies jedoch nicht. Viel eher zeigt die Zeitung, dass sie nicht vorhaben, ihre Themenauswahl zu ändern.

Diese fehlende Einsicht ist für Yamamoto Grund genug, die Entschuldigung abzulehnen. Denn ihr geht es nicht um die Worte, mit denen Frauen zu Objekten herabgewürdigt werden. Ihr geht es darum, den Frauen in Japan zu zeigen, dass sie Rechte haben, dass sie nicht weniger Wert sind als Männer und dass sie nicht einfach stillschweigend alles ertragen müssen. Ihr geht es darum, eine Veränderung im Denken der Menschen zu erreichen, sodass bald solche Artikel oder Geschehnisse wie das Fälschen von Einstellungstests an Universitäten, um Frauen die Teilnahme zu verwehren, kein Teil der japanischen Gesellschaft mehr sind.

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