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Hier ist alles - von der Herstellung bis zur Lieferung - noch Chef-Sache

Sushi-Unternehmen begeistert mit Bodybuilder-Lieferdienst

Ein Sushi-Koch ist gleichzeitig auch begeisterter Bodybuilder. Er sorgt während der Corona-Pandemie für Aufsehen, weil er und seine Kollegen die Speisen selbst ausliefern und für die Kunden gleich noch eine kleine Show abliefert.

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Masanori Sugiura ist in dritter Generation Besitzer eines Sushi-Restaurants. Das Imazushi in Anjo (Präfektur Aichi) serviert seit über 60 Jahren leckeres Sushi. Sugiura ist gleichzeitig einer von aktuell mehreren Bodybuildern, die für das Restaurant als Lieferanten arbeiten. Während der Lieferung kommen die Männer oben ohne und posieren für Fotos der Kunden – alles selbstverständlich mit gebührendem Abstand.

Familienessen in Zeiten der Pandemie

Bisher lieferte das Restaurant sein Sushi hauptsächlich in Nagoya aus. Mittlerweile kommen aber auch Bestellungen von außerhalb der Stadt. Erreichen die Bestellungen einen gewissen Wert, sind inzwischen auch schon Lieferungen bis nach Tokyo und Osaka überbracht wurden, natürlich auch mit Oben-Ohne-Service.

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Imazushi liefert sein Sushi in der Regel nur in größeren Mengen, sodass oftmals größere Gruppen oder Familienveranstaltungen zu den Kunden gehören. Anfangs litt das Restaurant schwer unter der Pandemie, da solche Events nicht mehr stattfanden. Die üblichen Einnahmen im Quartal zwischen April und Juni beliefen sich auf etwa 100 Millionen Yen (795.000 Euro), in diesem Jahr waren es nur 10 Millionen Yen (79.530 Euro). Deswegen musste das Personal von 50 auf nur noch vier Beschäftigte reduziert werden.

Als auch andere Restaurants anfingen, Lieferdienste anzubieten, beschloss auch das Imazushi Essen nach Hause zu bringen. Allerdings wollte Sugiura mit seinem Aussehen für ein gewisses Extra sorgen. Im Alter von 20 Jahren besuchte der Chefkoch das erste Mal ein Fitnessstudio, mit 30 nahm er an seinem ersten Bodybuilding-Wettkampf teil. Erst im Februar diesen Jahres wurde er Dritter bei einer internationalen Meisterschaft.

Macho-Sushi
Sushi mit Speziallieferservice Bild: Masanori Sugiura / Kyodo

Angebot für arbeitslose Bodybuilder

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In der Zwischenzeit erfuhr er, dass auch viele seine Konkurrenten, die in Fitnessstudios arbeiteten, arbeitslos waren, weil auch die Studios dicht gemacht wurden. Deswegen lud er fünf Sportler, zu denen er einen besonders guten Kontakt hatte, ein, für ihn als Bodybuilding-Lieferanten zu arbeiten.

Der Lieferdienst mit gewissem Extra ging auf Twitter viral. Nachdem das Restaurant seinen Service über verschiedene Lieferdienstseiten anbot, schossen die Bestellungen in die Höhe. Inzwischen liefert jeder Bodybuilder am Tag zwischen acht und zehn Bestellungen aus. Die monatlichen Einnahmen belaufen sich auf aktuell etwa 1,5 Millionen Yen (11.930 Euro).

Aktuell sucht das Sushi-Restaurant nach sportlichen Lieferanten aus dem Großraum Tokyo, da vor allem in letzter Zeit von dort übermäßig viele Bestellungen eingehen. Gleichzeitig plant das Restaurant seinen Bodybuilding-Service durch eine Online-Cooking-Show zu erweitern.

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