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Der Bahnhof Odoriba hält die Legende bis heute am Leben

Tanzende Katzen begeistern die Menschen für Bahnhof in Yokohama

Viele Bahn-Stationen in Japan blicken auf eine bewegte Geschichte zurück. Der Bahnhof von Odoriba im Stadtteil Izumi von Yokohama (Präfektur Kanagawa) hat eine außergewöhnliche Legende, die bis heute die Menschen fesselt.

„Odoriba“ ist das japanische Wort für „Tanz-Platz“ und ist als Bezeichnung an verschiedenen Orten rund um den Bahnhof zu finden. Damit nimmt man immer wieder Bezug darauf, dass dort früher wirklich getanzt wurde. Allerdings tanzten auf dem Odoriba keine Menschen, sondern magische Katzen, sogenannte „Bakeneko“ („verwandelte Katzen“).

Bahnhof der tanzenden Katzen

Bakeneko sind übernatürliche Wesen, ähnlich den Yokai. Sie verfügen aber über Fähigkeiten, die normale Katzen nicht haben, zum Beispiel können sie reden und gehen wie Menschen. Früher sollen sich Bakeneko aus ganz Japan auf dem Platz des heutigen Bahnhofs Odoriba versammelt haben, um dort zu tanzen.

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Als der Bahnhof an diesem besonderen Platz gebaut wurde, nahm man immer wieder Bezug auf die Legende, was sich nicht nur im Namen widerspiegelt. Überall in der Station sind Hinweise auf die magischen Katzen zu finden, zum Beispiel haben die Dächer an bestimmten Ausgängen Katzenohren. Auch an versteckten Orten sind die Tierchen anzutreffen.

Odoriba-Katzen
Katzen gehören zum Bild des Bahnhofs Bild: Odoriba Station

Eine Tafel berichtet für Besucher von außerhalb von der Geschichte des Gebäudes und gibt die Geschichte der tanzenden Katzen sowie ihre Verbindung zum Bahnhof Odoriba wieder. Eine weitere Legende berichteten von einem Soja-Laden, der in der Nähe der heutigen Station zu finden war.

Geschichte bleibt lebendig

Der Geschichte zufolge verschwanden immer wieder Handtücher der Menschen, die in dem Laden arbeiteten. Eines Abends hörte der Besitzer Musik, die von einem leeren Grundstück zu kommen schien, und als er ihr folgte, entdeckte er verschiedenen Katzen, die sich wie Menschen unterhielten und die Handtücher um ihre Köpfe gewickelt hatten. Auch die Katze der Familie soll auf diesem besonderen Fest gewesen sein.

Der Mann berichtete seiner Gattin von seinem nächtlichen Erlebnis, die daraufhin begann, für die Katze jeden Abend ein neues Handtuch herauszulegen und dafür sorgte, dass sie immer ein sauberes Tuch vorfand. Diese Verehrung für Katzen setzte sich in der Region fort und führte dazu, das ein kleiner Schrein zur Besänftigung der Katzen-Geister aufgebaut wurden.

Dieser ist seit 1737 vor der Station zu finden. Wegen seiner prominenten Legende ist der Bahnhof Odoriba heute als seiner der 100 bedeutendsten Bahnhöfe der Kanto-Region gelistet.

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