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Im historischen Kairakuen

teamLab zaubert auf dem Ume Matsuri 2021 in Mito

In diesem Jahr arbeiten die Veranstalter des Mito Pflaumenfests, auch Ume Matsuri genannt mit dem beliebten Kunstkollektiv teamLab zusammen. Das Fest verwandelt sich in eine interaktive Kunstausstellung inmitten der Blumen.

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Das Ume Matsuri ist eines der bekanntesten Pflaumenblütenfestivals des Landes. Als Heimat von rund 3.000 einzelnen Pflaumenbäumen wird es seit über 120 Jahren in Mitos Kairakuen veranstaltet.

teamLab widmet sich der Natur

Japans Frühlingssaison ist berühmt für das Blühen der Kirschblüten im ganzen Land ab etwa Mitte März, aber wenn man in Japan war, wird man bemerkt haben, dass die rosa Saison etwa einen Monat früher beginnt, wenn die Ume-Blüten zu blühen beginnen.

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Ume-Blüten sind den Kirschblüten ähnlich, haben aber oft viel hellere Farbtöne. Ihre Ähnlichkeit ist jedoch so stark, dass sie selbst den fachkundigsten Experten verwirren. In Japan hat fast jede Blume ihr eigenes Fest, und die Ume-Blüte ist da keine Ausnahme, mit Festen, die ihre Schönheit in ganz Japan feiern.

teamLab veranstaltet interaktive Ausstellungen, die an verschiedenen Orten auf der ganzen Welt stattfinden. Die wohl beliebteste Ausstellung, gerade bei Touristen ist das permanente „teamLab Borderless“ in Odaiba in Tokyo.

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Während sich die Dauerausstellung im teamLab borderless auf die Idee frei fließender digitaler Kunst in einer vom Menschen geschaffenen Umgebung konzentriert, ist das „teamLab Kairakuen Light Festival“ Teil des teamLab-Kunstprojekts „Digitalised Nature“, bei dem der Fokus auf Kunstformen gelegt wird, die bereits in der natürlichen Welt existieren.

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Tickets für die Veranstaltung, die vom 1. März bis zum 31. März 2021 in Kairakuen stattfinden wird, sind bereits im Verkauf. (Die Veranstaltung sollte ursprünglich vom 13. Februar bis zum 21. März 2021 stattfinden, wurde aber aufgrund des Ausnahmezustands der Präfektur Ibaraki verschoben).

Die Tickets für die Veranstaltung kosten für Erwachsene 1.000 Yen (7,76 Euro), für Junior High/High School Schüler 500 Yen (3,88 Euro) und für Grundschüler oder Kleinkinder ist der Eintritt frei.

Im Rahmen der Zusammenarbeit mit teamLab werden im gesamten Park einzigartige interaktive Illuminationen aufgestellt, die sich je nach Anwesenheit von Menschen innerhalb der einzelnen Exponate verändern. Das Ziel ist es, die lange Geschichte des Gartens durch das Thema – „ein langes, kontinuierliches Leben“ – darzustellen.

„Life is a continuous light – Plum Trees“

Bei diesem Teil des Festivals werden ca. 1.500 Pflaumenbäume am Kairakuen erleuchtet und blinken langsam in der Nacht. Wenn die Menschen vorbeigehen, leuchten und blinken die Bäume intensiver, bevor sie sich strahlenförmig in der Ausstellung ausbreiten.

Wenn das Licht von einem Bereich des Exponats ausgeht, bedeutet dies, dass dort eine Person anwesend ist. „Life is a continuous light“ wird den Menschen die Existenz anderer Menschen im selben Raum bewusster machen.

„Autonomous Resonating Life and Resonating Giant Cedar Forest“

Dieses Exponat wird von beleuchteten Zedernbäumen und interaktiven eiförmigen Lichtern dominiert.

Wenn die Eier von einer Person geschoben oder vom Wind geblasen werden, ändert sich der Farbton der Eier und der nächstgelegenen Bäume in einem Welleneffekt. Ein zur Farbe passender Sound wird ebenfalls ausgelöst, wenn sich die Farbe ändert.

„Walk, Walk, Walkn – Moso Bamboo Forest“

Dieses Display zeigt eine kontinuierliche Parade von einzigartigen und vielfältigen Figuren, die den Moso-Bambuswald von Kairakuen entlanggehen. Die Betrachter können entweder an einer Stelle stehen bleiben und die Entwicklung beobachten oder sie können ihren Lieblingsfiguren folgen und beobachten, wie sie sich im Laufe der Zeit entwickeln.

Das Display basiert auf dem Zen-Ausdruck „Hoho kore dojo“, was übersetzt so viel bedeutet wie „jeder Schritt ist ein Ort zum Lernen“. Die Charaktere des Displays setzen sich in der Parade endlos fort, während sie mit neuen Situationen konfrontiert werden. Wenn die Betrachter sich entscheiden, den Figuren entlang der Parade zu folgen oder sie vorbeiziehen zu sehen, treffen auch sie Entscheidungen entlang ihres eigenen Weges.

„Walk, Walk, Walk“ ist kein vorab aufgezeichnetes Video, das in Wiederholung abgespielt wird. Stattdessen wird es in Echtzeit von einem Computerprogramm gerendert. Die Interaktionen zwischen den Menschen und dem Kunstwerk bewirken eine kontinuierliche Veränderung der Darstellung, die nicht repliziert werden kann.

„Ever Blossoming Life Tree – Fallen Jiro Cedar“

Dieses Kunstwerk zeigt das kontinuierliche Blühen und Verstreuen von Blumen im Inneren einer morschen Höhlung eines großen Baumes, der während eines Taifuns im Jahr 1964 umgestürzt ist. Die Blumen knospen, blühen, zerstreuen sich und sterben schließlich, aber der Zyklus ist kontinuierlich und repliziert die Tatsache, dass das Leben auch nach dem Tod weitergeht.

Das Display soll die Betrachter zum Nachdenken darüber anregen, dass, obwohl die Zeit, die uns zur Verfügung steht, nur endlich ist, sich die Kontinuität von Leben und Tod für immer wiederholt hat und wiederholen wird.

Im Alltag ist es schwierig, diese Idee wahrzunehmen, da wir dazu neigen, uns nicht auf etwas zu konzentrieren, das länger ist als unsere eigene Lebenszeit – es scheint eine kognitive Grenze zu geben, wenn es darum geht, über die Kontinuität der Zeit nachzudenken.

„Ever Blossoming Life Tree – Giant Taro Cedar“

Dieses Exponat ähnelt dem oben erwähnten „Ever Blossoming Life Tree – Fallen Jiro Cedar“, aber dieses Mal blühen die Blumen an einem lebenden Baum, von dem man annimmt, dass er mehr als 800 Jahre alt ist.

Kairakuen wurde in der späten Edo-Periode (1842) entworfen, aber riesige Bäume wie die gefallene und die lebende Zeder standen schon lange vor Beginn der Landschaftsgestaltung an diesem Ort. Die Ausstellung „Ever Blossoming Life Tree“ zeigt, wie sich verschiedene Lebenszeiten und Zeitströme oft überschneiden und überlagern.

„Enso in the Natural Spring – Togyokusen“

Auf dem Gelände der Kairakuen-Gärten gab es schon immer natürliche Quellen, aber als die Landschaftsgestaltung begann, wurde ein Brunnen gebaut, um das reinste Quellwasser aus der Tiefe zu sammeln. Dieser Brunnen ist als Togyokusen bekannt.

Das Zeichnen eines Kreises in einem einzigen Pinselstrich ist in der Zen-Lehre als „Enso“ bekannt. Es wird angenommen, dass es eine symbolische Darstellung der Erleuchtung, der Wahrheit, der Gesamtheit des Universums und der Gleichheit ist.

Dieses Kunstwerk stellt ein Enso dar, das mit „räumlicher Kalligrafie“ gezeichnet wurde, was bedeutet, dass es in einem dreidimensionalen Raum gezeichnet wird, wo es die Tiefe, Geschwindigkeit und Kraft des Pinselstrichs aufnimmt, bevor es in zwei Dimensionen abgeflacht wird. Auf diese Weise verschiebt sich die Kalligrafie kontinuierlich zwischen zwei und drei Dimensionen.

„Abstract and Concrete – Between Yin and Yang“

Dieses Display befindet sich an der Grenze zwischen der Sonnenwelt oder dem Yin der Kiefern- und Azaleengärten und der Schattenwelt Yang der Bambusgras-, Zedern- und Bambuswälder.

Wenn Menschen aufhören, innerhalb des Kunstwerks zu gehen, entsteht eine neue Reihe von Linien, die sich über den Bereich ausbreitet.

Resonating Pine and Azalea

In diesem Exponat werden die Kiefern und Azaleensträucher, die vor dem Teehaus Kobuntei wachsen, in verschiedenen Farben beleuchtet. Jede Pflanze leuchtet anders als die nächste und durchläuft einen fortlaufenden Zustand des Aufleuchtens und Verblassens.

Wenn Menschen in der Nähe der Bäume stehen, ändert sich der Farbton der Lichter und ein zur Farbe passender Ton wird ausgelöst. Das Licht und die Geräusche werden dann auf die Bäume in der Nähe übertragen, einer nach dem anderen, als ob sie Teil einer Welle wären.

Eine kurze Einführung in Kairakuen

Kairakuen ist ein Spaziergarten, der auf die späte Edo-Zeit (1842) zurückgeht. Er ist als einer der „Drei Großen Gärten Japans“ bekannt, zusammen mit Kenrokuen in Kanazawa und Korakuen in Okayama, und wurde als nationale historische Stätte und landschaftlicher Ort ausgewiesen.

Mit rund 3.000 verschiedenen Sorten von Pflaumenbäumen, die im gesamten Garten gepflanzt sind (jede mit ihrem eigenen Blütezeitplan) ist Kairakuen in ganz Japan als berühmter Ort für die Betrachtung der Pflaumenblüte bekannt.

Mehr über die Kooperationsausstellung gibt es offiziellen Website von teamLab. Um mehr über das Mito Pflaumenfest zu erfahren, einfach hier klicken.

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