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Tempel in Kyoto veranstaltet buddhistisches Techno-Festival

Der Buddhismus hat in Japan viele verschiedene Ausprägungen hervorgebracht. Die Religion basiert auf der Idee, durch ein bescheidenes und selbstloses Leben ins Nirvana zu kommen und eins zu werden mit dem Universum. Ein Tempel in Kyoto präsentiert eine sehr außergewöhnliche Auslebung dieses Gedanken.

Der Ryuganji-Tempel in Kyoto feiert in diesem Jahr erneut ein Festival der eher unbesinnlichen Art. Die „Techno Memorials“ werden begleitet von schwebenden Buddhas, Live-Techno-Musik und blinkenden Spotlights. Sogar eine Idolband, die Tera*Palms, gab bereits ein Konzert auf dem Fest.

Dieses sehr extrovertierte Auftreten passt auf den ersten Blick nicht zu einem buddhistischen Tempel, der normalerweise ein Ort der Ruhe und Meditation sein soll. Der Tempel in Kyoto wird von der Gruppierung „Pure Land Buddhismus“ geführt, die glaubt, auch ohne strenges Leben oder lange Rituale einen Weg ins Nirvana weisen zu können. Diese Ausprägung der Religion geht davon aus, dass auf dieser Ebene keine Erlösung erreicht werden kann, weil die Welt an sich korrupt ist.

Die Mitglieder wollen in einem reinen Land (Pure Land) wiedergeboren werde, um von dort ins Nirvana einzugehen. Der Weg, den die Gruppierung weist, beruht auf Gesang und einer starken Fähigkeit zur Visualisierung. Allein der Glaube an „Namu Amida Butus“ („Amitabha Buddha“) reicht demzufolge, um den Weg in die buddhistische Ewigkeit zu finden.

Jedes Jahr im Oktober und November feiert der Tempel ein zehntägiges Fest, das er Juya Hoyo nennt. In Anbetracht der sehr offenen Religionsausübung überrascht nicht, dass der Ryuganji-Tempel auf moderne Technologie setzt, um ein Festival der etwas anderen Art zu feiern.

Das Techno-Light-Spektakel ist jedoch mehr als nur eine gut durchdachte Werbe-Show. Die Musik ist mit Texten aus Sutren unterlegt und auch die Lichter und Bühnenshows sind eine visuelle Darstellung des reinen Landes, das der Pure Land Buddhismus lobpreist. Ähnlich wie bei einem tibetischen Mandala, transportiert die Show eine symbolische Darstellung dieser anderen Welt.

Die Idolgruppe Tera*Palms folgt ebenfalls diesem Konzept. Die Grundidee hinter der Band besteht darin, den Buddhismus zusammen mit den Fans zu praktizieren. Die Songs der Idol-Vereinigung sind ebenfalls geprägt von Sutren und der traditionellen buddhistischen Kunst. Gleichzeitig erreicht der Ryuganji-Tempel durch die Show natürlich ein junges Publikum. Auch andere Tempel passen sich langsam der moderneren Lebensweise an. Vor allem die große Präsenz des Tempels auf den sozialen Netzwerken könnte sich als ein guter Weg in die Zukunft erweisen.

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