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Die historischen Tore gehen aktuelle durch die sozialen Netzwerke

Torii-Tore an den Gleisen in Yamaguchi begeistern Menschen in ganz Japan

Die Präfektur Yamaguchi gehört auf den ersten Blick nicht unbedingt zu den Touristen-Hotspots in Japan, wenn man einmal von einem Schrein in Iwakuni absieht, der durch die japanische Tennisspielerin Naomi Osaka unerwartete Bekanntheit erlangte. Der Bahnhof von Nagato stellt jetzt eine Attraktion vor, die bei den Japanern gut ankommt.

Die Bahnhöfe in Japan haben sich im Laufe der Zeit immer wieder außergewöhnliche Aktion einfallen lassen, um im Gespräche zu bleiben. So sind Katzen als Bahnhofsvorsteher schon fast normal geworden. Um besondere Ereignisse zu feiern, werden bekannte Bahnstationen auch umbenannt oder werden entsprechend gestaltet.

Yamaguchis neue kleine Attraktion

Aktuell macht der Bahnhof von Nagato in der Präfektur Yamaguchi von sich reden, denn dort erweisen sich Torii-Tore, die an einem Bahnsteig die Besucher begrüßen als echte Blickfänger. Die leuchtend roten Tore wurden zwar bereits vor über einem Jahr aufgestellt, gehen dank eines reisefreudigen Twitter-Nutzers aktuell aber durch die sozialen Netzwerke in Japan.

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Insgesamt 20 Tore wurden am Bahnhof Nagatoshi in der Stadt Nagano aufgestellt. Seit März 2020 verkehrt die Hagi Linie der West Japan Railway Company zwischen Nagato und dem Bahnhof Higashi-Hagi, der wiederum eine direkte Verbindung zur Sanin Hauptlinie ermöglicht. Die Tori stehen in einem Abstand von etwa 1,5 Meter auseinander und werden jeweils drei Zentimeter höher, um den dreidimensionalen Effekt auf dem engen Raum hervorzuheben.

Miyajima in Japan
Das rote Tor (Torii) des Itsukushima-Schreins ist eine der bekanntesten Touristenattraktionen Japans | Bild: Bernard Gagnon

Ideen für touristische Nutzung gibt es

Es muss sich niemand Gedanken machen, dass ein zu großer oder schneller Zug den roten Toren Schaden zufügt, denn sie stehen aktuell auf keiner Strecke, die genutzt wird. Die auffälligen Torii-Tore stehen auf Gleis null, das derzeit nicht in Betrieb ist.

Ursprünglich sollten die Gleise abgerissen werden. Die West Japan Railway Company entschied aber lieber die roten Tore dort aufzustellen. Dafür ließen sich die Verantwortlichen vom nahegelegenen Motonosumi-Schrein inspirieren, der zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Gegend gehört.

Zwar passen normale Züge, die Nagato anfahren nicht durch die Tore, aber kleine Draisinen haben die perfekte Höhe, um durchzupassen. Aktuell gibt es Planung solche Fahrten anzubieten und so die Tore für Besucher noch interessanter zu machen. Im Moment können die auffälligen Bauwerke nur die Menschen in der Region begeistern, denn wegen der Pandemie wird der Bahnhof fast nur von Pendlern genutzt.

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