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Umstrittene Kimono-Werbung sorgt für Kontroverse auf Twitter

Werbekampagne ging ziemlich nach hinten los

Es gibt viele Gründe, einen Kimono zu tragen. Einige Leute tragen ihn bei einer traditionellen Veranstaltung oder einem Festival. Manche werfen sich für ein Fotoshooting in das traditionelle Kleidungsstück und bei einigen Japaner gehört er einfach zur Berufskleidung. Viele Menschen tragen einen Kimono aber einfach auch, weil sie sich darin wohlfühlen und er gut aussieht.

Was einer Frau normalerweise bei der Auswahl ihres Kimonos nicht in den Sinn kommt, ist, ob sie ein zwei-rassiges Kind zur Welt bringen will. Wenige Frauen ziehen einen Kimono nur deswegen an, weil sie einen ausländischen Mann anziehen wollen. Der Kimono-Händler Ginza Iseyoshi macht diese These allerdings zur Grundlage einer ganzen Werbekampagne.

Die fragliche Kampagne stammt ursprünglich aus dem Jahr 2016. In den sozialen Medien erlebt sie jetzt ein Revival. Auf Twitter sind Bilder dieser Werbe-Aktion inzwischen eine Garantie für viele Klicks. Die Reaktionen sind allerdings eher negativ. Viele Nutzer regen sich über diesen veralteten, diskriminierenden und reichlich bizarren Standpunkt auf.

Ein Poster der umstrittenen Kampagne zeigt eine Frau in einem schönen Kimono, die einen Zebrastreifen überquert. Soweit so unspektakulär. Der Text zum Bild verspricht mit diesem Kleidungsstück allerdings ein Kind, garantiert mit einem ausländischen Mann. Haafu, werden in Japan Personen genannt, die zur Hälfte japanische Gene und ein nicht-japanisches Elternteil haben.

umstrittene Kimono-Werbung
Bild: Twitter / @perogies_gyoza

Viele Leute fragen sich, woher dieser vermeintliche Zusammenhang eigentlich kommt. Was hat ein bestimmter Kimono damit zu tun, ob man einen Mann, japanisch oder eben nicht sucht? Gleichzeitig monieren viele Kommentatoren die beleidigende Idee hinter dem Statement. Ein zwei-rassiges Kind wird wie eine Art Accessoire oder Statussymbol behandelt, was vielen sauer aufstößt.

Die Bilder stammen von einer Unterseite der Homepage, die Ginza Iseyoshi bereits gelöscht hat. Allerdings erklärt ein Bild, dass die verantwortliche Texterin 2016 einen Preis vom Tokyo Copywriter’s Club erhalten hat. Die Werbung verspricht auch, dass man mit einem bestimmten Kimono mehr und vor allem auch reichere Männer anziehen könne.

Diese Texte werden heute vorrangig als peinlich verspottet. Schließlich impliziert sie, dass Frauen sich nur für Männer auf eine bestimmte Arte und Weise kleiden und dass sie es gleichzeitig nur auf das Geld der Herren abgesehen haben. Einschätzungen, die in der heutigen Zeit kaum noch auf Gegenliebe stoßen. Einige Fans des Labels reagierten eher enttäuscht, dass die Verantwortlichen die Sichtweise ihrer Kundinnen überhaupt nicht zu verstehen scheinen.

Quelle: Twitter

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