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HomeNachrichten aus JapanLifestyleUniqlo verwendet alte japanische Nähtechnik, um alte Kleidung wieder herzurichten

Hier wird noch auf echte Handarbeit gesetzt

Uniqlo verwendet alte japanische Nähtechnik, um alte Kleidung wieder herzurichten

Das Label Uniqlo vertreibt seine Kleidung mittlerweile weltweit sehr erfolgreich. Im Zuge eines Recycling-Programms können die Nutzer alte Kleidung dort wieder abgeben. Jetzt macht Uniqlo mit einem neuen Reparatur-Service von sich reden, der in bestimmten Stores angeboten wird. Dabei wird alte Kleidung mit einer japanischen Sticktechnik aus der Feudalzeit ausgebessert.

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Die Stick-Methode Sashiko verlängert nicht nur die Lebensdauer getragener Kleidung, sondern verlieht ihr gleichzeitig ein neues stylishes Aussehen. Das japanische Flair wird immer beliebter und verleiht den alten Lieblingsstücken einen neuen Touch. Der Service ist vor allem für Kunden in Europa gedacht, die in der Regel einen größeren Fokus auf Nachhaltigkeit und Wiederverwendung ihrer Kleidungsstücke legen.

Historische Technik neu entdeckt

Bei Sashiko handelt es sich um ein feingliedriges Nähverfahren, das von Hand gemacht wird. Dabei werden große Flicken mit dünnen, kontrastierenden Fäden auf die Kleidung aufgenäht. Dadurch entstehen verschiedenen individuelle Muster. Die Technik wurde in der Edo-Zeit (1603 – 1867) beliebt, um Kleidungsstücke zu verstärken. So entstanden auch neue Kleidungsstücke, indem Teile alter abgetragener Kleidung wiederverwendet wurden.

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In einigen Uniqlo-Stores haben die Mitarbeiter bereits damit begonnen, Jeans und Hemden mit der Sashiko-Technik zu verzieren. Aktuell setzt man dabei vorrangig auf Muster mit Punkten und auf Blumenmotive. Die zuständigen Mitarbeiter haben die Technik von Masahiko Morikawa gelernt, der ein einiges Atelier für aufwendige Näharbeiten in London betreibt. Morikawa ist schon vor einiger Zeit aufgefallen, dass japanische Designs und asiatische Muster bei den Europäern gut ankommen. Die Muster haben sich mittlerweile in allen Altersgruppen etabliert.

Uniqlo will Sashiko-Projekt weltweit ausbauen

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Das Sashiko-Projekt begann als Pilotversuch in einer kleinen Uniqlo-Filiale in London, die erst in diesem Frühjahr eröffnet wurde. Der Service wurde sehr gut angenommen und erwies sich als wesentlich beliebter als ursprünglich erwartet. Kurze Zeit später entschied Uniqlo, den Service weiter auszubauen. Mittlerweile gibt es um Untergeschoss ein eigenes „Re. Uniqlo-Studio“ für solche Arbeiten.

Uniqlo setzt auf japanisches Schick in Europa
Japanische Designs werden in Europa immer beliebter Bild: Mainichi

Aktuell plant das Label, das Programm für weitere Filialen in Europa und anschließend international auszubauen. Marken wie Uniqlo profitieren von der Tatsache, dass die Kleidung zu niedrigen Preisen verkauft wird und die Kunden deshalb häufiger neue Kleidung kaufen. Wegen des nicht nachhaltigen Geschäftssystem sind solche Hersteller in letzter Zeit in Kritik geraten. Da die Kunden zunehmend mehr auf umweltfreundliche Produkte setzen, müssen sich auch diese Marken anpassen.

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