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Vier Männer wegen Online-Liebesbetrug verhaftet

Eine Gruppe, bestehen aus drei Männern aus Nigeria und einem Mann aus Kamerun, wurde am Dienstag verhaftet, weil sie angebliche mehrere Personen in Japan um große Geldbeträge betrogen. Die Männer täuschten online romantisches Interesse an ihren Opfern vor, so die japanische Polizei.

Die Männer sollen mit ihren Opfern im letzten Jahr über verschiedene soziale Netzwerke in Kontakt getreten sein. Sie gaben sich als ausländische Soldaten aus, die Geld benötigen würden. Die gaben vor sich mit den Frauen treffen zu wollen. Dafür benötigten sie Geld für einen Flug nach Japan oder um das Militär verlassen zu können.

Die Polizei wirft den Männern vor, zwischen März und Juni 2018 drei Personen kontaktiert zu haben und sie dabei um Beträge zwischen 170.000 Yen (1.370 Euro) und 6,6 Millionen Yen (53.200 Euro) betrogen zu haben.

Sie traten zum Beispiel an eine 59-jährige Arbeiterin aus der Präfektur Fukuoka heran. Auch eine 58-jährige Beamtin aus Hokkaido gehörte zu den Opfern der Bande. In einem Fall gab einer der Beschuldigten an, das Geld zu brauchen, um den Militärdienst zu quittieren. In einem anderen Fall gab man sich als syrischer Arzt aus.

Bei einem Opfer handelt es sich um einen 46-jährigen Büroangestellten aus Tokyo, der um mehr als zwei Millionen Yen gebracht wurde. Der Mann ging davon aus, das Geld einer amerikanischen Witwe zu schicken, damit diese dort ihre Erbschaftsangelegenheiten klären kann.

Geld fürs Auswandern
Bild: すしぱく

Gemäß internen Quellen untersuchten die Ermittler ein Gebäude in Yoshikawa, Präfektur Saitama, das der Hauptsitz der Gruppe sein soll. Die Polizei geht davon aus, dass die Verdächtigen vor allem im Osten Japans aktiv waren. Ein Mann, bei denen die Beamten davon ausgehen, dass es sich um den Anführer handelt, lebt in der Präfektur Chiba.

Sie Betrügereien, die sich um „internationale Romanzen“ drehen, nehmen in Japan in den letzten Jahren zu. Die Betrüger finden immer neue Kanäle sich ihren Opfern zu nähern. Eine Stiftung, die sich um die Opfer solcher Verbrechen kümmert, warnt vor den vielfältigen Möglichkeiten, die die Täter mittlerweile haben, um ihre Opfer emotional zu manipulieren.

Über Dating-Apps und Sprachdienste treten die Verbrecher an Personen heran, die sie teilweise mit Heiratsversprechen locken. Sie geben Krankheiten, Unfälle oder die Aussicht auf lukrative Geschäfte an, wofür sie von ihrem Gegenüber Geld benötigen.

Der Zeitraum dieser Kontakte liegt zwischen wenigen Tagen und mehr als einem Jahr. Erst bitten die Männer um kleine Geldbeträge, die sie langsam steigern. Sie finden dabei immer wieder Gründe, damit die Opfer Geld auf die Konten Dritter überweisen und internationale Gelddienste verwenden.

Dabei zeigen die Männer ihre Gesichter online eher selten. Sie verwenden Fotos von Fremden, die sie online finden und einfach für ihre Profile übernehmen. Obwohl die Täter versprechen, das Geld später zurückzuzahlen, tun sie es nie. Es gibt nur wenige Möglichkeiten für die Opfer ihr Geld zurückzubekommen, warnt die Polizei.

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