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Der Eintritt ist frei und jeder Besucher kann Teil der Präsentation werden

Yayoi Kusama eröffnet neue interaktive Ausstellung in Shibuya

Die japanische Künstlerin Yayoi Kusama gehört zu den berühmtesten Künstlerinnen unserer Zeit. Mit ihren berühmten Kürbissen, unendlichen Räumen und natürlich den Polka Dots machte sie sich überall auf der Welt einen Namen. In Shibuya eröffnete sie jetzt einen ihrer „Obliteration Rooms“, wobei ihre Polka Dots hier eine zentrale Rolle spielen.

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Die „Obliteration Rooms“ sind weiße Räume, die mit bunten Aufklebern in ein Meer aus Farben verwandelt werden können. Die interaktive Präsentation ist Teil des Kunst-Events „Pavilion Tokyo 2021„, an dem acht bekannte japanische Künstler teilnahmen. Insgesamt entstanden neun individuellen Ausstellungen, die rund um Tokyo zu finden sind. Das „Pavilion Tokyo“-Kunst-Event ist ein Schlüsselelement eines großen Festivals zu Ehren der japanischen Hauptstadt, das noch bis Anfang September läuft.

Yayoi Kusama lädt ein zum gemeinsamen Gestalten

Yayoi Kusamas neue Installation kann im Daini Mitake Branch Government Office Building erlebt werden, allerdings müssen alle Besucher vorher online kostenfrei einen Zeit-Slot reservieren. Reservierungen müssen immer für die Folgewochen vorgenommen werden. Die Ausstellung ist zwischen 10 und 20 Uhr geöffnet, wobei jeder Besucher 20 Minuten Zeit hat, sich die Räume anzusehen und sich dort zu verewigen.

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Bevor man die Räume betreten kann, müssen sich alle Besucher die Hände desinfizieren und die Temperatur wird gemessen. An der Tür erhält man einen Bogen mit verschieden großen bunten Aufklebern, mit denen dann jeder Besucher Oberfläche oder Gegenstände bekleben kann.

Die Schuhe müssen draußen ausgezogen werden. Am Ende der Ausstellung bekommt man sie wieder zurück. Das Besondere an der Ausstellung ist, dass sich ihre Form mit jeden Besucher ein wenig mehr verändert, denn jeder hinterlässt bunte Spuren und trägt damit zum Aussehen des schlussendlichen Kunstwerkes bei.

Yayoi Kusama Ausstellung
Wohnzimmer zum selbst gestalten Bild: Yayoi Kusama / The Obliteration Room 2002-present.

Gemeinsam Kunst erschaffen

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Die „Obliteration Rooms“ sind rein-weiße Installationen, die wie eine makellose Wohnung aussehen, komplett eingerichtet mit den alltäglichen Haushaltsgegenständen. Am Eingang gibt es einen kleinen Briefkasten und ein Fahrrad, bevor man eine voll ausgestattete Küche betritt. Mit viel Liebe zum Detail wurde ein Esstisch gedeckt, und auch eine Mikrowelle und Kühlschrank dürfen nicht fehlen.

Im kleinen Wohnzimmer warten neben Sofa und Fernseher eine Leseecke. Die ersten Besucher konnten sich die Ausstellung bereits ansehen und haben eigene Designs, wie Katzen-Pfoten oder Raupen hinterlassen. Der optische Höhepunkt folgt nach einem kurzen Korridor in Form eines rein weißen Raums mit Tatami-Matten. Auf dem Tisch scheint ein traditionelles Tee-Set samt Kanne und Dango-Klößchen, die auf die Verwendung zu warten. Eine Tokonoma-Nische ist stilecht mit traditioneller Schriftrolle und Blumen dekoriert, natürlich alles in Weiß.

Yayoi Kusamas Traum in Weiß
Tatami-Bereich Bild: Yayoi Kusama / The Obliteration Room 2002-present.
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