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Online-Veranstaltungen als Ersatz für Veranstaltungen

Zukunft der Anime-Conventions wird durch die Pandemie und lokale Politik bedroht

Weltweit wird Anime immer beliebter und Anime-Conventions sind ein beliebter Treffpunkt der Fans, um sich auszutauschen, neue Menschen kennenzulernen und einfach seine „Subkultur“ zu leben.

Doch die Pandemie und die lokale Politik sind eine gravierende Bedrohung für die Conventions.

Viele Anime-Conventions wurden abgesagt

Weltweit werden Conventions abgesagt, so trudelten auch in Deutschland viele Absagen ein, da die Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus eine derartige Veranstaltung nicht zulassen.

Zwar heißt das nicht, dass sich einige Fans nicht trotzdem treffen, wie in Leipzig, aber so oder so, es bricht ein Teil in der Anime-Welt weg, der wichtig ist.

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Wenn eine Convention abgesagt werden muss, weil es die Bedingungen nicht anders zulassen, bedeutet das für den Veranstalter in erster Linie Kosten. Es dauert lange eine Anime-Convention zu organisieren, auch wenn es nur zwei oder drei Tage sind, steckt ein Jahr Arbeit mindestens dahinter. Die Einnahmen, die in der kurzen Zeit erzielt werden, finanzieren oft allein die nächste Veranstaltung.

Aber wenn sie nicht stattfindet, wurde Zeit und Geld in die Organisation gesteckt, Unterstützung vom Staat gibt es allerdings kaum. Das bringt einige Conventions in Gefahr.

Außerdem kommt noch eine gewisse Unsicherheit dazu: Sagt man ab oder doch lieber warten, was genau ein Bundesland nun beschließt?

Das ist nicht nur in Deutschland so, weltweit stehen Anime-Conventions vor dem gleichen Problem.

Online-Conventions als Trostpflaster

Eine Möglichkeit Conventions trotzdem veranstalten zu lassen, ist die Möglichkeit einfach online zu gehen. Das ist natürlich nicht das gleiche, aber immerhin ein Weg, Fans trotz der Pandemie zusammenzubringen.

In Deutschland hat es die Dokomi vorgemacht. Da der eigentliche Termin für die Veranstaltung abgesagt werden musste, veranstaltete man kurzerhand die DigiKomi und bei den Fans kam das gut an, denn es wurde einiges geboten.

Auch in den USA sind viele Menschen online auf Conventions gegangen. Nachdem es viele Absagen gegeben hatte, wurde Anime Lockdown abgehalten, eine Veranstaltung, die trotz kurzer Organisation mit einigen Gästen aufwarten konnte.

In Japan veranstaltete der Comic Market (Comiket) 98, die größte Fan-Künstler-Konvention der Welt mit etwa einer halben Million Teilnehmern bei jeder seiner halbjährlichen Sommer- und Winterveranstaltungen, vom 2. bis 5. Mai ihre erste virtuelle Convention, die Air Comiket.

Comiket legt den Schwerpunkt auf den Verkauf von Kunstwerken, die von Fans geschaffen wurden. Die digitale Version verzeichnete 443.357 Aufrufe über vier Tage und die Dojin, die man online kaufen konnte, fanden reißenden Absatz.

Die Winterveranstaltung wird ebenfalls online stattfinden, zusammen mit der Feier zum 45. Jahrestag.

Nicht das Gleiche, aber es gibt auch Vorteile

Auch wenn diese digitalen Anime-Conventions nicht das Gleiche sind wie eine Veranstaltung, bei der man direkt dabei ist, so haben sie auch einen Vorteil.

Jeder Mensch kann von egal wo dabei sein. Einmal die Comiket in Japan erleben? Kein Problem, ein paar Klicks und man ist dabei.

Das ist vielleicht nur ein schwacher Trost, aber immerhin ein kleiner Lichtblick in einer Zeit, in der keiner weiß, wie es weitergehen wird. Wir wissen nicht, ob sich die Lage im nächsten Jahr so weit entspannt hat, dass Veranstaltungen ohne Einschränkungen wieder möglich sein wird und kein Veranstalter kann einschätzen, wie vorsichtig die Menschen sein werden.

Die Dokomi, die im Herbst stattfinden wird, wird daher zeigen, ob es sich in der aktuellen Situation lohnt.

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