Anzeige
HomeNewsLine bestätigt große Hackerwelle auf zahlreiche Benutzerkonten

Phishing-Nachrichten waren Ursache bei vielen gehackten Accounts

Line bestätigt große Hackerwelle auf zahlreiche Benutzerkonten

In Japan ist der Messenger Line wohl der beliebteste Anbieter im Bereich der Kommunikations-Apps. Obwohl der Dienst mehr bietet als seine Konkurrenz, muss er nun ein massives Sicherheitsleck melden. Wie das Unternehmen bestätigt, wurden im Februar tausende Accounts von Nutzern gehackt.

Der Betreiber Line Corp. gab am Freitag bekannt, das 4.225 registrierte Accounts gehackt wurden – eine enorme Zahl für einen Monat. Die Mehrheit der betroffenen Nutzer befinden sich dabei wohl in Japan. Laut den Statistiken sind 4.073 Accounts in Japan betroffen. Dazu kommen 81 in Taiwan, zwei in Thailand und 69 in anderen Teilen der Welt.

Nutzer sollen ihr Passwort ändern

Einige Accounts wurden laut Line mit Phishing-Nachrichten übernommenen. Konten schicken dabei direkt Nachrichten an die Kontakte von anderen Nutzern. Über die Nachrichten wurden sie auf eine gefälschte Webseite geführt, wo sie ihre Login-Daten eingeben sollten. Die Daten wurden anschließend genutzt, um die Accounts zu übernehmen.

LESEN SIE AUCH:  Ein neuer Internetgigant entsteht: Line und Yahoo! wollen 2020 fusionieren

Die Sicherheitslücke selbst wurde bereits am 13. Februar entdeckt. Warum allerdings erst jetzt die Öffentlichkeit benachrichtigt wurde, ist nicht bekannt. Line fordert jedoch bereits Nutzer auf, Maßnahmen zu ergreifen. Unter anderen sollen sie ihr Passwort ändern und auf Phishing-Mails achten. Direkt betroffene Nutzer werden zusätzlich über die Sicherheitslücke informiert.

Aufgrund des Vorfalls weist Line alle Personen an, auf keinen Fall auf verdächtige Seiten zuzugreifen, selbst wenn sie als Link in Nachrichten von Freunden sind. Ebenfalls sollen Nutzer nie ihre Identifikation und Passwörter angeben. Verdächtige Nachrichten oder mögliche gehackte Accounts sollten am besten gemeldet werden, damit ein Datenklau möglichst schnell verhindert wird.

Kyodo

Anzeige
Anzeige

Weitere Themen