Anzeige
HomeNachrichten aus JapanLittle Miss Sumo kämpft gegen Sexismus in Japans traditionellem Sport

Frauen dürfen eigentlich den Ring nicht betreten

Little Miss Sumo kämpft gegen Sexismus in Japans traditionellem Sport

Netflix veröffentlichte vor Kurzem eine Doku namens „Little Miss Sumo“. Die Hauptdarstellerin Hiyori Kon, die im Mittelpunkt der Doku steht, versucht den Sexismus in Japans traditionsreichem Sport zu bekämpfen.

Anzeige

Sumo stellt man sich eigentlich überall so vor, dass zwei Riesen, nur mit Lendenshorts bekleidet, in einen Ring stehen und gegeneinander kämpfen.

Keine Frauen im Sumo

Die mehr als 1.500 Jahre alte Tradition verbietet Frauen eigentlich den Ring zu betreten, weil dieser als heilig angesehen wird und jede weibliche Präsenz als unrein betrachtet wird.

Das konservative Japan liegt in Bezug auf die Gleichstellung der Geschlechter weit hinter anderen Ländern zurück und belegt im Bericht des Weltwirtschaftsforums über das globale Geschlechtergefälle 2018 den 110. Platz von 149 Ländern.

LESEN SIE AUCH:  Sumo in Japan

Lange Arbeitszeiten begünstigen Männer, die Politik ist von Männern dominiert, das Einkommen ist ungleich und die Tradition begünstigt eine Frau, die den Haushalt führt und einen Ehemann, der für die Familie sorgt.

Anzeige

Dieses Bild sieht man auch sehr oft in Manga und bei der Verherrlichung von Geisha.

Auch im Sport in Japan ist es nicht anders

Im letzten Jahr musste sich der japanische Sumo-Verband entschuldigen, nachdem eine Medizinerin des Ringes verwiesen wurde, die einen zusammengebrochenen Athleten behandeln wollte.

Dieser Verweis löste eine Debatte über den Sexismus im Sumo aus und sorgte für scharfe Kritik.

Die Regel, dass Frauen nicht in den Ring dürfen, führt auch dazu, dass bisher keine Politikerin jemals einen Preis verleihen durfte.

Little Miss Sumo kämpft in einer von Männern dominierten Welt

Und genau dagegen kämpft Hiyori Kon, die bereits mit 6 Jahren angefangen hat Sumo zu betreiben, an. Und es tut sich langsam etwas, so veranstaltet Hokkaido mittlerweile ein Sumo-Turnier für Frauen.

Kon verlor seitdem nur selten ein Match, egal ob gegen einen Mann oder eine Frau und sie wurde an der Universität die dritte Frau, die dem Sumoclub beitrat.

Die drei Frauen des Clubs wurden von einem Dokumentarfilmer entdeckt, der ihre Leidenschaft dokumentieren wollte.

„Little Miss Sumo“ ist seit einigen Tagen weltweit bei Netflix verfügbar und zeigt eine wachsende Dynamik in Bezug auf die Rechte der Frauen in Japan.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von YouTube, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Inhalt laden

  • Themen im Artikel:
  • Sumo
Anzeige
Anzeige