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Luftschutzbunker unter Matsue Burg bei Bauarbeiten entdeckt

Über die Jahre vergaß die Stadt die Existenz des Bunkers

Der Zweite Weltkrieg ist mittlerweile 74 Jahre her. Trotzdem findet Japan immer noch Überreste von den Kämpfen. Während es sich dabei meistens um Munition und Blindgänger handelt, machten Bauarbeiter unter der Matsue Burg nun eine ungewöhnliche Entdeckung. Unter dem historischen Bauwerk fanden sie einen Luftschutzbunker.

Die Matsue Burg befindet sich in der gleichnamigen Stadt in der Präfektur Shimane. Arbeiter entdeckten in den letzten Monaten während Reparaturen an der Mauer der Burg einen Hohlraum. Dieser Hohlraum ist 4,5 Meter breit, zwei Meter hoch und 53 Meter lang. Genug Platz, damit bei einem Luftangriff mehrere Menschen Schutz finden. Beamte der Stadt bestätigten bereits, dass alte Dokumente den Raum wohl als Bunker bezeichnen.

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Allerdings kam der Raum wohl nie wirklich zum Einsatz, da es keine Luftangriffe auf die Stadt gab. Nur fünf Monate vor Kriegsende stellte ihn die Stadt laut Dokumenten fertig. In erster Linie war er jedoch nicht für die allgemeine Bevölkerung gedacht, sondern für die Präfekturbeamten. Nach dem Krieg geriet der Bunker anschließend komplett in Vergessenheit.

Ein gewöhnlicher, ungewöhnlicher Fund

Professor Yoshihiro Senda von der Nara Universität ist von dem Fund jedenfalls fasziniert. Es war während des Kriegs in Japan nicht ungewöhnlich, das Bunker auf dem Gelände von Burgen entstanden. Der in Matsue sei jedoch ungewöhnlich und selten, da er besonders groß ist und unter einer Steinmauer entstand. Zumindest die Größe kann sich Senda damit erklären, dass die Behörden wahrscheinlich die Verwaltung im Notfall in dem Bunker unterbringen wollten.

Jetzt stellt der Raum jedoch nur noch ein Problem für die Burg da. Die Stadt will den Luftschutzbunker untersuchen lassen, damit sie mehr über den Bau und den Hintergrund erfahren. Danach sollen Bauarbeiter ihn allerdings komplett zuschütten. Sie befürchten nämlich, dass er sonst auf Dauer die Mauern der Burg einstürzen lässt.

Quelle: NHK

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