Stats

Anzeige
Home News Mangel an Schutzkleidung trifft Arbeiter am Kernkraftwerk Fukushima Daiichi

Betreiber TEPCO ergreift Maßnahmen, um Infektionsrisiko gering zu halten

Mangel an Schutzkleidung trifft Arbeiter am Kernkraftwerk Fukushima Daiichi

Trotz der weltweiten Coronavirus-Pandemie gehen die Stilllegungsarbeiten am Kernkraftwerk Fukushima Daiichi weiter. Zurzeit kämpfen die Arbeiter jedoch mit dem Mangel an Schutzausrüstung, den es aufgrund der Krise gibt. Ohne sie sind sie der radioaktiven Strahlung schutzlos ausgeliefert.

Der Betreiber Tokyo Electric Power Co. bestätigte am Donnerstag, dass die Lieferungen an Schutzkleidung vorerst eingestellt sind. Eine Alternative wurde jedoch wohl schon gefunden. Neben dem Mangel an Ausrüstung kommt hinzu, dass die Mitarbeiter zueinander nicht den empfohlenen Mindestabstand einhalten können, da sie für einige Arbeiten dicht beieinander stehen müssen.

Mehr zum Thema:
Präfekturen in Japan kämpfen gegen drohenden Mangel an Krankenhausbetten

Trotzdem versucht das Unternehmen laut dem Sprecher Jojo Hara das Risiko einer Ansteckung mit Covid-19 unter den Angestellten zu verringern. Den Mitarbeitern ist es verboten öffentliche Verkehrsmittel wie Züge zu benutzen. Sie dürfen nur mit privaten Fahrzeugen oder den speziellen Firmenbussen zur Arbeit kommen. Weiter dürfen sie in der Cafeteria nicht mehr gegenüber sitzen und es wird regelmäßig die Körpertemperatur gemessen.

Angestellte mit besonderen Fähigkeiten werden zusätzlich stärker isoliert, da ein Ausfall von ihnen schwer zu ersetzen ist. Hara betont, dass die Arbeiten am Kernkraftwerk nicht aufhören können, weswegen sie alle möglichen Vorsichtsmaßnahmen treffen. Weitere Bemühungen außerhalb der Arbeit sind hingegen komplett auf freiwilligen Basis der Mitarbeiter.

Allgemein wird in vielen Regionen Japans zur sozialen Distanzierung aufgerufen, die jedoch nicht verpflichtend ist. Die Zahl der Infizierten wird in Japan von Tag zu Tag höher, nachdem es in den letzten Wochen kaum neue Fälle gegeben hatte. Trotz des massiven Anstiegs gibt es bis jetzt keine verpflichtenden Anweisungen von der Regierung und viele kritisieren die laschen Maßnahmen.

Tas

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren:

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here

Anzeige