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Mann erfriert in Hokkaido vor der eigenen Haustür

Vor einigen Tagen kam es während eines Schneesturms in Tobetsu (Hokkaido) zu einem sogenannten Whiteout. Bei dem Phänomen reflektiert der Schnee das gedämpfte Sonnenlicht und verschluckt so die Kontraste, sodass der Horizont verschwindet und Konturen verschwimmen. Whiteouts gelten deswegen vor allem im Straßenverkehr als besonders gefährlich. Einen Mann kostet das Phänomen vermutlich am Donnerstag das Leben.

Am 17. Januar fand die Polizei von Tobetsu in den späten Abendstunden den 66-jährigen Eiji Furuichi. Er lag erfroren vor seiner eigenen Wohnungstür. Zuvor erhielt die Polizei um 16:20 Uhr einen Anruf von Furuichi. Er meldete eine Kollision mit seinem Auto gegen einen Schneeberg und dass er sich selbst aus dem Auto befreien konnte. Danach gab es keinen weiteren Kontakt zu ihm. Ein Beamter fand um 22.00 Uhr sein Auto, das tatsächlich gegen einen mit Schnee bedeckten Berg gefahren war. Da der Wagen nur 120 Meter von Furuichis Haus entfernt war, suchte er ihn auf und fand ihn dabei erfroren vor der Tür.

Zu schwach, um die Tür zu öffnen

Aufgrund der Wetterlage war er laut der Polizei vermutlich so erschöpft, dass er es nicht schaffte, die Tür aufzuschließen und ohnmächtig wurde. Die Beamten belegen die Vermutungen damit, dass der Haustürschlüssel neben Furuichi im Schnee lag. Ärzte bestätigten bereits, dass er an Unterkühlung verstarb. Zu dem Unfall kam es vermutlich wegen des Whiteouts. Furuichi unterschätzte wahrscheinlich den Schneesturm und brauchte weitaus länger zu seinem Haus, als er dachte. Ob er bereits Vorerkrankungen besaß und deswegen geschwächt war, ist nicht klar.

Zum Zeitpunkt des Todes tobte in der Stadt nach wie vor der Schneesturm. Die Temperaturen sind nicht belegt, in der Nachbarstadt Ishikari registrierten Meteorologen jedoch Temperaturen von bis zu minus 11,1 Grad. Vermutlich herrschten damit in Tobetsu ähnliche Temperaturen, die auf Dauer tödlich sind. Aktuell kämpfen mehrere Regionen in Japan mit starken Schneefällen und niedrigen Temperaturen. Bereits Anfang des Monats verunglückten mehrere Menschen aufgrund des Schnees.

Quelle: Mainichi Shimbun

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