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Rauswurf nach Gerücht

Mann wegen des Gerüchts, er habe ein Tattoo, gefeuert

Ein Mann aus Tokyo wurde wegen des Gerüchts, dass er ein Tattoo habe, von dem Sushi-Restaurant, in dem er arbeitete, gefeuert.

Der Mann hat nun wegen der Entlassung eine Schadensersatzklage gegen seinen ehemaligen Arbeitnehmer eingereicht.

Gefeuert wegen Gerüchte über ein Tattoo

In der am Dienstag eingereichten Klageschrift beim Bezirksgericht Tokyo fordert der Mann gegen den Betreiber des Restaurants 5,8 Millionen Yen (ca. 46.042,34 Euro) Schadensersatz.

Er war als stellvertretender Küchenchef in den gehoben Sushi-Restaurant im Hotel New Otani im Chiyoda Ward in Tokyo angestellt.

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Nach Angaben seines Anwalts deutete ein Freund am 26. Juli bei einem Gespräch mit dem Manager des Restaurants darauf hin, dass der Mann ein Tattoo habe.

Zwei Tage später feuerte ihn der Präsident des Unternehmens, der von dem Gerücht gehört hatte, ohne die Fakten zu überprüfen.

Kurze Zeit später forderte das Unternehmen den gekündigten Mitarbeiter auf, den Firmenschlafsaal im Suginami-Ward zu verlassen.

Kündigung wurde wieder zurückgezogen, aber mit Einschränkungen

Die Kündigung wurde im August aufgrund von Gesprächen zwischen dem Anwalt des Mannes und des Unternehmens zurückgezogen, aber das Unternehmen teilte dem Mitarbeiter mit, dass er, solange er eine Tätowierung habe, nur Kochvorbereitungen machen dürfe.

„Die Entlassung ist rechtswidrig, weil das Tätowieren nach den Arbeitsregeln des Unternehmens nicht verboten ist“, sagte der Anwalt und wies auch darauf hin, dass gewaltsame Handlungen wie das die Aufforderung, den Schlafsaal zu verlassen, ebenfalls Gegenstand für eine Entschädigung sind.

Ob der Mann wirklich tätowiert ist, ließ der Anwalt in seiner Erklärung allerdings offen.

Der Betreiber des Sushi-Restaurants gab am Dienstag eine Erklärung ab: „Es ist sehr bedauerlich, dass die Klage eingereicht wurde, da wir der Meinung waren, dass wir das Fehlverhalten, ihn zu feuern, nach Diskussionen bereits korrigiert hatten. Wir werden auf detaillierte Anträge auf Entschädigung und andere nach Erhalt der Petition angemessen reagieren.“

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