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Protest gegen Plan der japanischen Regierung

Mann zündet sich aus Protest gegen das Staatsbegräbnis von Shinzō Abe an

Ein Mann hat sich am Mittwoch auf der Straße in der Nähe des Büros des japanischen Premierministers in Tokyo selbst angezündet, um so gegen das Staatsbegräbnis von Shinzō Abe zu protestieren.

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Die Polizei fand am Tatort einen Zettel, auf dem stand: „Ich persönlich bin strikt gegen das Staatsbegräbnis am kommenden Dienstag für Abe, der im Juli von einem bewaffneten Mann ermordet wurde.“

Mann bei vollem Bewusstsein

Der Mann, der ins Krankenhaus gebracht wurde, sei bei Bewusstsein gewesen, so die Polizei, und habe gesagt, er sei in den 70ern.

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Gegen 6:50 Uhr ging bei der Polizei in Tokyo ein Notruf ein, dass sich jemand im Kasumigaseki-Bezirk, wo sich die meisten Ministerien und das Parlamentsgebäude befinden, selbst angezündet habe.

Die Polizei ist bereits dabei, in dem Bezirk Vorkehrungen für das Staatsbegräbnis zu treffen, das am 27. September stattfinden soll.

Mehrheit der japanischen Bevölkerung gegen das Staatsbegräbnis

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Das Staatsbegräbnis für den ehemaligen japanischen Premierminister stößt landesweit auf große Kritik. Umfragen zeigen, dass die Mehrheit der Bevölkerung sich gegen diese Zeremonie aussprechen.

Anfang dieser Woche fand in Tokyo eine große Demonstration mit 13.000 Teilnehmern statt, die eine Absage der Zeremonie forderten.

Die japanische Regierung hält unterdessen an ihren Plänen fest, was dazu führt, dass die Zustimmung des Kabinetts innerhalb der japanischen Bevölkerung eingebrochen ist.

Erstmals Gegenstimme aus der LDP

Mittlerweile werden auch die ersten Stimmen innerhalb der Regierungspartei LDP laut, die eine Absage des Staatsbegräbnisses fordern. So sagte Seiichiro Murakami, ehemaliger Minister für Verwaltungsreformen, dass er der Zeremonie nicht zustimmt und auch nicht am Begräbnis teilnehmen wird.

Zudem sei für ihn nicht klar, ob Abes Leistungen ein Staatsbegräbnis verdienten und da die Mehrheit der Bevölkerung gegen die Zeremonie ist, befürchtet Murakami, dass die Nation weiter gespalten wird.

Außerdem ist es für Murakami beunruhigend, dass sich bisher keine Mitglieder der LDP zu dieser Angelegenheit geäußert haben.

Murakami gilt seit langen als scharf Kritiker von Abe.

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