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Massaker an koreanischen Einwohnern in Kawasaki angedroht

Abscheuliche Drohung sorgt für Angst in Kawasaki

In Kawasaki wurde im Januar eine Neujahrskarte an eine Einrichtung geschickt, in der mit einem Massaker an koreanischen Einwohnern gedroht wurde.

Die Postkarte wurde bereits am 4. Januar von einem Mitarbeiter der Stadtverwaltung gefunden, als die Kawasaki-Furai-kan-Hall für die diesjährigen Gottesdienste geöffnet wurde.

Lasst uns die koreanischen Menschen in Japan vernichten

Auf der Karte steht: „Frohes neues Jahr. Lasst uns die Koreaner in Japan vernichten. Wenn es Überlebende gibt, lasst uns sie auf grausame Weise töten.“

Die Kawasaki-Furai-kan-Hall wurde 1988 mit dem Ziel gebaut, einen Ort für den Austausch zwischen Japanern und Menschen aus dem Ausland zu schaffen, um die Stadt in eine multikulturelle, integrative Stadt zu verwandeln.

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In der Furai-kan-Hall werden Sprachprogramme für Koreaner der ersten Generation in der Region geboten und es ist ein Ort, an denen einheimische Kinder spielen können. In der Umgebung der Halle in der Präfektur Kanagawa leben viele Koreaner.

Die Zeichen der Karte waren in geraden Linien geschrieben, als würden sie mit Linealen gezogen worden sein, was darauf hindeutet, dass der Absender möglicherweise ihre Handschrift verbergen wollte.

Karte mit Drohnung
Bild: kanaloco

Koreanische Einwohner in Kawasaki in Angst

Nachdem der Vorfall bekannt wurde, sanken die Besucherzahl der Halle zwischen dem 4. und dem 21. Januar auf 2.314, 843 Personen weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, wie ein Mitarbeiter der Einrichtung mitteilte.

„Obwohl ein Gesetz gegen Hassreden eingeführt wurde, gibt es immer noch viele Probleme. Angesichts des jüngsten Vorfalls müssen wir überlegen, was wir tun können und uns bemühen, einen Gesetzesentwurf zur Überarbeitung vorzulegen“, sagte Shinkun Haku, ein Ratsmitglied der wichtigsten oppositionellen Verfassungsdemokratischen Partei Japans (CDP) nach einem Gespräch mit den Mitarbeiten der Einrichtung.

Nachdem die Neujahrskarte in der Einrichtung eingetroffen war, schienen mehrere Kinder besorgt zu sein. Ein Grundschulkind fragte einem Angestellten: „Werden wir getötet?“

Tomohito Miura, Generalsekretär von Seikyu-sha, einer Sozialhilfegesellschaft, die Fureai-kan betreibt, sagte, der Vorfall habe Schockwellen in der gesamten örtlichen Gemeinde ausgelöst.

„Dies war eine Vorankündigung eines Verbrechens. Die Mitarbeiter der Einrichtung waren in den letzten zwei Wochen einem enormen Druck ausgesetzt. Wir suchen nach Möglichkeiten, die Sicherheit der Einrichtung zu gewährleisten und gleichzeitig den Benutzern Unterstützung zu bieten“, so Miura.

Petition fordert japanische Regierung zum Handeln auf

Yoshiharu Yamaguchi, der 80-jährige Vorsitzende des Nachbarschaftsverbandes des Sakuramoto-1-chome-Distrikts, erklärte gegenüber den japanischen Medien: „Die koreanischen und japanischen Bewohner hier haben sich bisher gut verstanden, sodass es unerwünscht ist, dass diese Beziehung unterbrochen wird durch diese Art von Vorfall. Wir müssen Angriffe verhindern, nachdem was mit Tsukui Yamayuri En passiert ist.“

Das japanische Netzwerk für Menschenrechte für nichtjapanische Staatsangehörige und ethnische Minderheiten, eine Gruppe von Anwälten und Wissenschaftlern, die sich für die Beseitigung von Rassendiskriminierung einsetzt, startete am 21. Januar eine Online-Kampagne zum Sammeln von Unterschriften, um die japanische Regierung und die Stadtverwaltung von Kawasaki aufzufordern auf den Vorfall mit der Neujahrskarte mit Gegenmaßnahmen zu reagieren.

Die Kampagne, die auf der Website Change.org gestartet wurde, prangert die Bedrohung mit folgenden Worten an: „Sie entmutigt koreanische Einwohner in Japan, indem mit einem Massaker gedroht wird und sie in einen Abgrund der Verzweiflung, des Grauens und des Gefühls der Isolation gestoßen werden. Es ist eine äußerst verabscheuungswürdig Handlung, die Spaltung innerhalb der lokalen Gemeinschaft sowie Diskriminierung und Gewalt auslöst. Dies ist Hassrede und ein Hassverbrechen und absolut unverzeihlich.“

Die Unterschriftenaktion fordert die japanische Regierung und die Verwaltung von Kawasaki auf, Erklärungen abzugeben, in denen Hassreden und Hassverbrechen verurteilt werden. Zudem wird die Stadt aufgefordert, konkrete Sicherheitsmaßnahmen wie die Entsendung von Sicherheitsbeamten zur Fureai-kan-Hall und alles dafür zu tun, um den Absender der Karte zu verhaften. Bis zum 24. Januar um 13.00 Uhr hatten mehr als 20.000 Menschen die Petition unterschrieben.

Kanloco

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