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Massenansturm auf japanischen Flughäfen, Staus und volle Züge zum Start der Golden Week in Japan

Der Start der 10-tägigen Golden Week löste gestern einen Ansturm auf japanische Flughäfen aus. Viele Menschen nutzen die verlängerten Ferien, um sich eine Auszeit im Ausland zu nehmen. Doch die verlängerte Golden Week bringt allerdings auch einige Probleme mit sich.

Ein Sprecher der Narita International Airport Corp. gab an, dass man schätzt, dass 60.700 Passagiere zum Start der Ferientage am Flughafen abfliegen werden. Dies sei, seit der Eröffnung im Jahr 1978, die größte Anzahl an Passagieren, die im Flughafen an einem Tag abgefertigt werden.

Die beliebtesten Ziele bei den Japanern sind in diesem Jahr Urlaubsgebiete wie Hawaii, Südkorea und Europa.

Auch Züge überfüllt mit Familien, die sich auf einen Urlaub freuen.

Die japanischen Eisenbahngesellschaften, die die Hochgeschwindigkeitszüge Shinkansen betreiben, gaben an, dass alle Züge ohne einen nicht reservierten Sitzplatz fahren.

Die Züge seien zum Start der Golden Week restlos ausgebucht, spontan reisende Menschen hatten es schwer in Tokyo ein Ticket für einen Shinkansen zu bekommen.

Das Japan Road Traffic Information Center gab an, dass die Schnellstraßen während der 10 Tage stark überlastet sein werden. Gerade morgens und in den Abendstunden wird von einer starken Verkehrsbelastung ausgegangen.

24,67 Millionen Japaner unterwegs in den Urlaub

Ein Sprecher der japanischen Reiseagentur JTB Corp sagte, dass zwischen dem 25. April und dem 5. Mai 24,67 Millionen Menschen reisen werden. Das sind 1,2 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. 24,01 Millionen wurden auf Inlandsreisen und 662.000 in Übersee verbracht, beide Rekordhöhen.

Wer in Japan bleibt, dürfte allerdings einen Regenschirm brauchen. Der Wetterdienstleister Weathernews Inc. sagte am Freitag, dass es große Temperaturschwankungen während der 10 Tage geben wird. Daher wird erwartet, dass es sehr wechselhaft und viel Regen geben wird.

Krankenhäuser suchen nach Ärzten für die Golden Week

Die japanische Regierung hatte die Bevölkerung bereits aufgefordert, sich vorab zu informieren, wie die Öffnungszeiten der Krankenhäuser sind.

Während der Golden Week wechseln sich normalerweise die lokalen Kliniken ab, damit Patienten behandelt werden, doch durch die Verlängerung kann nicht garantiert werden, dass es in den 10 Tagen auch so laufen wird. Das Ergebnis einer Umfrage der Japan Medical Association (der hauptsächlich selbstständige Ärzte angehören) ergab zwar, dass 60 Prozent es während der zusätzlichen freien Tage genauso handhaben wollen, wie sich das in der Praxis bewahrheitet, wird man aber erst sehen, wenn es soweit ist.

Viele Krankenhäuser haben sich daher bemüht Ärzte zu finden, die während der Urlaubszeit arbeiten.

M. Stage Co., eine medizinische Personaldienstleistungsfirma mit Sitz in Tokyo, sagte, dass am 22. April 4.538 Anfragen zur Entsendung von Ärzten zwischen dem 27. April und dem 6. Mai eingegangen seien, etwa 800 mehr als im vergangenen Jahr zur Golden Week.

Krankenhäuser in ländlichen Gebieten haben chronisch zu wenig Personal und haben Mühe gehabt, Ärzte zu finden.

Zudem kommt noch hinzu, dass ab diesem Monat Großunternehmen in Japan bestraft werden, wenn sie die Obergrenze für Überstunden von 100 Stunden pro Monat und 720 Stunden pro Jahr überschreiten. Daher müssen Krankenhäuser ihren Ärzten frei geben.

Auch die Kinderbetreuung weiterhin problematisch

Bereits im Vorfeld der Golden Week wurde kritisiert, dass berufstätige Eltern Probleme mit der Kinderbetreuung bekommen werden.

Gerade kleine Unternehmen können es sich nicht leisten zehn aufeinanderfolgende Tage zu schließen. Kritiker bemängelten, dass die japanische Regierung mehr Rücksicht auf arbeitende Menschen, besonders Familien, hätte nehmen müssen.

Da viele Kindertagesstätten nur einen „Nofall-Betrieb“ aufrechterhalten, kann es für einige Eltern zum Problem werden, da sie keine Betreuung für ihre Kinder finden, während sie arbeiten müssen.

Zwar versuchen einige Städte Betreuungseinrichtungen anzubieten, aber während der Golden Week fehlt es an Personal, um den Bedarf zu decken. Während in den Kindertagesstätten im Toshima Ward normalerweise mehr als 5.000 Kinder betreut werden, werden es in den Ferien nur 40 Kinder sein.

Ein weiteres Problem könnte die Stromversorgung darstellen.

Einige japanische Stromunternehmen äußerten sich besorgt darüber, dass es Probleme mit den Stromnetzen geben könnte.

Da viele Unternehmen während der Golden Week geschlossen haben, könnte es zu einem Überangebot und daher zu Stromausfällen kommen.

Daher haben einige Stromerzeuger im Vorfeld Kampagnen gestartet, um ihre Kunden zum Stromsparen zu animieren.

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