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Betroffenes medizinisches Personal überlegt zu kündigen

Medizinische Einrichtungen in Japan müssen Sommerprämien senken

Zurzeit verschärft sich wieder die Lage rund um das Coronavirus. Medizinischen Einrichtungen bleibt deswegen keine Zeit zum Aufatmen. Aber auch finanziell gibt es weiterhin kaum Entlastung, was sich nun immer deutlicher zeigt. Mehr als ein Viertel der Einrichtungen im ganzen Land muss die Sommerprämien senken.

Der Verband der medizinischen Gewerkschaften in Japan führte zu den Prämien bis zum 30. Juni eine Umfrage durch, auf die 338 medizinische Einrichtungen aus ganz Japan antworteten. Um 30 Prozent oder 115 von ihnen gaben an, dass sie den Bonus für dieses Jahr senken mussten.

Personal droht mit Kündigungen

Bei einigen wurde die Prämie sogar ganz gestrichen. Hauptgrund dafür ist wie erwartet Covid-19. Da die Menschen nach wie vor Angst vor einer Infektion haben, werden die Einrichtungen vermehrt gemieden und die Einnahmen sind dazu teilweise stark zurückgegangen.

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Eine der betroffenen Einrichtungen ist das Tokyo Women’s Medical University Hospital. Eine Gewerkschaft des Krankenhauses bestätigte, dass ihre Sommerprämie komplett wegfällt. Besonders die Krankenschwestern sind darüber sehr wütend und hunderte von ihnen überlegen zu kündigen. Das Krankenhaus wollte sich zu der Lage nicht äußern.

Es drohen weitere Reduzierungen

Auch woanders ist das medizinische Personal verzweifelt. Entweder haben sie kaum was zu tun oder gefährden an vorderster Linie im Kampf gegen Covid-19 ihr Leben. Finanzielle Hilfe dürfen sie jedoch von keiner Seite erwarten. Es könnte sich dazu die Lage noch weiter verschlechtern. Es wird mit den steigenden Fallzahlen und dem Anhalten der finanziellen Schwierigkeiten gerechnet, dass auch der Winterbonus stark reduziert oder gestrichen wird.

Aus diesem Grund bitten medizinische Einrichtungen schon lange um Hilfe beim Staat. Auch der Verband fordert dringend Maßnahmen, um zu verhindern, dass die wichtigen Angestellten kündigen und sich die Lage für alle Beteiligten verschärft.

NHK

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