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Medizinisches Personal ist erschöpft

Medizinisches System in Tokyo überlastet

Während die Zahl der Infektionen in Tokyo ansteigt, wird die Stadtverwaltung nicht müde zu betonen, dass das medizinische System der Metropole keine Probleme hat.

Allerdings sieht das ein Arzt etwas anders und warnt davor, dass ein Kollaps nicht mehr lange auf sich warten lässt.

Medizinisches System ist überlastet

„Wir können nicht sagen, dass das Gesundheitssystem nicht überlastet ist“, so Yoshihiro Yamaguchi, Leiter des Trauma- und Intensivpflegezentrums des Kyorin University Hospital, am 22. Juli bei einem Treffen von Experten zur Situation in Tokyo.

Die Stadtverwaltung hat die höchste Alarmstufe ihres Corona-Alarms aufrechterhalten.

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Für die Krankenhauskapazität in Tokyo wurde jedoch eine Alarmstufe von 2 auf der Skala von 4 beibehalten, was bedeutet, dass das Gesundheitssystem nicht überlastet ist, sondern Schritte unternommen werden sollten, um die Kapazität zu stärken.

Eine Bewertung der Stufe 1 bedeutet, dass das Gesundheitssystem kurz vor dem Zusammenbruch steht.

Yamaguchi wies darauf hin, dass die Zahl der stationären COVID-19-Patienten am 21. Juli 949 betrug, mehr als das 1,4-fache der 651 am 13. Juli. Die Zahl schwer kranker Patienten hat sich im gleichen Zeitraum mehr als verdoppelt.

Er merkte an, dass die Aufnahme und Entlassung von COVID-19-Patienten viel Personal erfordert, da weitere Tests und damit verbundene Arbeiten, einschließlich Desinfektion, durchgeführt werden müssen.

Darüber hinaus sind Ärzte, Krankenschwestern und andere Mitarbeiter des Gesundheitswesens an vorderster Front bereits seit mehreren Monaten von der Patientenversorgung erschöpft.

Yamaguchi forderte die Einwohner Tokyos auf, nicht selbstgefällig zu werden, nur weil die Alarmstufe im Gesundheitswesen nicht auf das schwerwiegendste Niveau angehoben wurde.

„Ich bitte die Tokyoter, die aktuelle Einschätzung nicht als Entschuldigung für das Ausgehen und Reisen zu verwenden“, sagte er.

Daten zeigen einen deutlichen Anstieg

Die auf der Sitzung am 22. Juli vorgelegten Daten zeigten, dass die durchschnittliche 7-Tage-Rate positiver Tests am 21. Juli von 6,1 Prozent am 13. Juli auf 6,5 Prozent stieg.

Täglich brauchten durchschnittlich 30,6 Notfallpatienten mehr als 20 Minuten oder gingen in fünf Krankenhäuser, bevor sie schließlich in der Woche bis zum 13. Juli zur Behandlung aufgenommen wurden. In der Woche bis zum 21. Juli stieg diese Zahl auf 31,1.

Fünfzehn Prozent der 1.533 COVID-19-Patienten, deren Infektionen zwischen dem 14. Juli und dem 20. Juli bestätigt wurden, zeigten keine Symptome.

Mehr Betten in Hotels für Patienten mit leichten Symptomen gefordert

Gesundheitsexperten forderten die Stadtverwaltung auf, neben der Sicherung von mehr Krankenhausbetten auch Einrichtungen wie Hotels für Patienten mit leichten oder keinen Symptomen zu sichern.

Beamte in Tokyo sagten, dass sie zwar bereits 2.400 Krankenhausbetten gesichert hätten, dass aber bis zum 22. Juli nur etwa 400 Zimmer in kooperierenden Hotels reserviert worden seien.

Sie sagten jedoch, dass sie damit rechnen, bis Ende dieses Monats mehr als 2.000 Zimmer über Verträge mit weiteren Hotels zu buchen.

AS

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