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Mega-Beben könnte Fukushima stärker überfluten als 2011

Seit einer Weile warnen Experten vor einem großen Beben in Japan, das massiven Schaden anrichten könnte. Aus diesem Grund bereitet sich das vermutlich betroffene Gebiet bereits jetzt auf die kommende Katastrophe vor, die definitiv in den nächsten Jahren eintrifft.

Eine neue Untersuchung zeigt, dass das Beben vor allem für die Präfektur Fukushima ein großes Problem bedeutet. Es verursacht mit großer Wahrscheinlichkeit einen deutlich stärkeren Tsunami als 2011.

Nach den neuen Schätzungen könnte ein sogenanntes Jahrtausendbeben einen Tsunami auslösen, der 1,3-mal stärker ist als der von 2011. Das gab die Regierung von Fukushima am Mittwoch bekannt. Experten gehen davon aus, dass eine Welle mit einer Höhe von bis zu 22,4 Metern auf die Küste trifft. Das bedeutet wiederum, dass 14.300 Hektar Land Unterwasser stehen würden. Die Schätzung geht dabei von einem Tsunami bei Flut aus. Der Tsunami von 2011 fand bei Ebbe statt.

Aufgrund der drohenden Gefahr sollen bis 2020 zehn Küstengemeinden Gefahrenkarten erstellen und die Fluchtwege überprüfen. Es ist gut möglich, dass die aktuellen Vorkehrungen nicht ausreichend sind. Der Tsunami 2011 erreichte eine Höhe von 18 Metern und war der bisher höchste. Das führte dazu, dass zu dem Zeitpunkt schon viele Maßnahmen nicht genügten.

Andere Präfekturen sind ebenfalls gefährdet

Besonders gefährdet ist die Küste von Soma, wo die Welle vermutlich 22,4 Meter erreichen kann. Iwaki kommt auf 14 Meter und eine betroffene Fläche von 3.600 Hektar. Das ist 2,4-mal mehr als 2011. Für Okuma sieht es ebenfalls nicht gut aus. Die Küste mit dem zerstörten Kernkraftwerk Fukushima Daiichi in der Nähe muss mit einer Welle von 21,8 Metern rechnen, was 4,5 Meter mehr als im Jahr 2011 sind. Für das Kernkraftwerk bedeutet das eine Überschwemmung mit einer Tiefe von bis zu fünf Metern.

Die Schätzungen sind allerdings nur ein kleiner Teil der möglichen Auswirkung. Fukushima ist nämlich nur eine von drei Präfekturen, die ein Tsunami treffen kann und die schon 2011 von der Welle getroffen wurde. Es sind demnach nur die ersten Voraussagen. Was das Beben für Auswirkungen auf die anderen Regionen hat, ist also noch nicht klar. Fukushima ist bis jetzt die einzige Präfektur, die eine Schätzung erstellen ließ.

Quelle: Jiji

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