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Mehr als 50 Unfälle mit Go-Karts ereigneten sich im letzten Jahr in Tokyo

Laut der japanischen Polizei wurden in den letzten 11 Monaten mehr als 50 Unfälle mit Go-Karts auf Tokyos Straßen registriert.

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Gruppen von Go-Karts gehören lange schon zu Tokyo dazu und niemand wundert sich mehr, wenn man sie an der Ampel stehen sieht. Vor allem Touristen nutzen gerne das Angebot und verkleiden sich zusätzlich als Charakter aus Mario Kart. Die Polizei duldet die Fahrten, ist aber seit Neustem sehr um die Sicherheit besorgt.

Am Donnerstag gab die National Police Agency bekannt, dass sich in den letzten 11 Monaten um die 50 Verkehrsunfälle mit Go-Karts ereigneten. Davon wurden 43 von ausländischen Fahrern verursacht. Man ist über diese 86 Prozent sehr besorgt, da von einigen auch Fahrerflucht begangen wird.

15 Unfallverursacher stammten aus den USA, 10 aus Südkorea, 7 aus China und Taiwan und 6 aus Australien. Die anderen kamen aus Singapur, Frankreich, Kanada und aus den Niederlanden. Die meisten Unfallverursacher waren um die 20 Jahre alt, 14 waren rund 30 Jahre alt. Statistisch gesehen sind 90 Prozent der jungen Fahrer für die Unfälle verantwortlich.

Erst am 23. Februar wurde ein 35-jähriger taiwanischer Mann festgenommen, der einen 18-jährigen Radfahrer mit seinem Go-Kart anfuhr und dann flüchtete. Bei 48 Unfällen kam es glücklicherweise ausschließlich zu Sachschäden, nur in 2 Fällen gab es Verletzte. Dabei unterscheidet sich die Schwere der Sachbeschädigungen bei den Unfällen aber sehr. Der Vorfall mit dem Radfahrer wird eher als Ausnahme gesehen.

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Da die Fahrer nicht verpflichtet sind Helme, Sicherheitsgurte oder andere Sicherheitskleidung zu tragen, sieht man auch hier ein Sicherheitsrisiko, weil die Go-Karts bis zu 60 Stundenkilometer fahren können.

Das Ministerium überlegt nun neue Vorschriften festzulegen, die den Verkehr besser regeln sollen. Seit Mai letzten Jahres wurden Betreiber aufgefordert, Fahrer zum Tragen von Helmen und Schutzkleidung zu ermutigen.

Verbieten möchte man die Go-Karts vorerst nicht, da sie bei Touristen sehr beliebt sind und die Nachfrage bis zu den Olympischen Spielen weiter steigen wird. Deswegen möchte die National Police Agency mit den Betreibern zusammenarbeiten und für mehr Sicherheit sorgen.

Bereits seit einer Weile darf man die Go-Karts nur mit einem gültigen internationalen oder japanischen Führerschein fahren. In Tokyo gibt es 8 Vermietungsunternehmen und weitere in der Umgebung, die sich auf Touristen spezialisiert haben. Nintendo findet es allerdings eher weniger lustig, dass manche von ihnen den Namen Mario Kart zum Werben nehmen.

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