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Telearbeit scheint immer atraktiver zu werden

Mehr Firmen wollen 2020 zu Olympia auf Telearbeit setzen

Anfang des Monats bestätigten große Unternehmen, dass einige ihrer Mitarbeiter zu den Olympischen Spielen 2020 nicht zur Arbeit müssen. Statt sich durch den Verkehr zu quälen und die Verkehrsmittel noch mehr zu belasten, dürfen sie von Zuhause arbeiten. Nun meldeten sich weitere Firmen und kündigten für ihre Angestellten ein ähnliches System an.

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Eines der dazugekommenen Unternehmen ist Fujitsu Ltd.. 50.000 Mitarbeitern wollen sie die Möglichkeit geben, von Zuhause zu arbeiten, um den Verkehr zu den Olympischen Spielen zu entlasten. NEC Corp. folgt dem Beispiel und will 34.000 Mitarbeiter gleichermaßen zur Entlastung zu Hause lassen.

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Beide Unternehmen nehmen offiziell an dem Testprogramm zu Telearbeit des olympischen Organisationskomitees und Regierung teilnehmen. Mittlerweile nehmen 3.000 Unternehmen an dem Programm teil, mit 600.000 Teilnehmern landesweit. Der Test selbst soll zwischen dem 22. Juli und 6. September stattfinden. Schon letztes Jahr nahmen Unternehmen an dem Programm teil.

Zu dem Zeitpunkt waren es jedoch nur 1.682 Firmen mit 300.000 Mitarbeitern. Demnach verdoppelten sich die Zahlen für 2019. Unter den aktuellen Firmen sind unter anderen Toyota Motor Corp. die für 1.600 Mitarbeiter Telearbeit anbieten. Ricoh Co. lässt im Hauptbüro in Tokyo 2.000 Mitarbeiter zu Hause.

Weniger Pendler bedeutet weniger Stau und Chaos

Schon seit einer Weile versucht das Organisationskomitee und die Regierung Firmen davon zu überzeugen, ihren Mitarbeitern Telearbeit zu den Spielen anzubieten. Grund dafür ist die massive Belastung der öffentlichen Verkehrsmittel durch die mindestens 650.000 Besucher. Vor allem zur Rushhour befürchten viele einen Kollaps, wenn es nicht eine Entlastung gib. Keine einfache Aufgabe, immerhin nutzen täglich acht Millionen Menschen in Tokyo die Verkehrsmittel.

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Eine weitverbreitete Maßnahme dagegen ist aktuell Telearbeit. So müssen Angestellte nicht pendeln, können jedoch trotzdem ihre Arbeit erledigen. Da das System eher unüblich in Japan ist, entscheiden viele Firmen sich deswegen vorab es zu testen, um zu gucken, ob es wirklich nicht keine Auswirkung auf die Arbeit hat.

Andere Unternehmen wie Asahi Breweries Ltd. setzt hingegen auf andere Möglichkeiten. Sie wollen nur 30 Prozent ihrer Lastwagen neben der Rushhour einsetzen einsetzten und dazu vorab schon wichtige Zutaten sowie Wein, um Lieferungen zu vermeiden. Die Tokyo Metro und andere Bahnbetreiber wollen hingegen die Betriebszeiten von bestimmten Zügen verlängern, damit Pendler sie alternativ nutzen.

Quelle: Kyodo

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